rbb-Intendantin Schlesinger: “Kosmetische Anpassungen reichen nicht mehr aus”





Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk einen zentralen Platz in der
digitalen Medienwelt zu sichern, ist für Patricia Schlesinger, Intendantin des
Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), die wichtigste Herausforderung der kommenden
Jahre. “In der linearen Welt war die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
für das gesellschaftliche Miteinander klar bestimmt. Wir stehen jetzt vor der
Aufgabe, unseren Beitrag zur Meinungs- und Willensbildung in der digitalen,
nicht-linearen Welt zu leisten. Das wird uns auch hier im Haus einen
tiefgreifenden Wandel abverlangen”, sagte Schlesinger bei der
Jahres-Pressekonferenz des rbb am Donnerstag (23.1.) in Berlin. “Kosmetische
Anpassungen reichen nicht mehr aus. Wir müssen uns mittelfristig komplett neu
aufstellen, was Formatierung, Inhalte und Produktion betrifft.”

Um Wahrnehmbarkeit und Relevanz zu erhalten, bedürfe es eines neuen
Distributionsmanagements: “Wir müssen Information, Sport, Bildung, Unterhaltung,
Kultur, unser vollständiges Angebot weiter zu den Menschen bringen und für sie
im Netz auffindbar machen, wenn wir unserem Auftrag gerecht werden wollen. Das
allein technisch zu gewährleisten, ist schon eine wirklich große Aufgabe”, sagte
Schlesinger. Hinzu müssten inhaltliche Angebote kommen, die den
Nutzungsgewohnheiten im Netz und auf den unterschiedlichen Plattformen
entsprächen: “Da haben wir den richtigen Weg eingeschlagen, aber das wird ein
echter Dauerlauf.”

Für den rbb bedeute die Transformation zum digitalen Programmanbieter die bei
weitem größte Anstrengung seit seiner Gründung: “Wir haben als vergleichsweise
kleiner und junger Sender finanziell nichts übrig, die absehbare Anpassung des
Rundfunkbeitrags wird uns keinerlei zusätzliche Spielräume geben”, sagte
Schlesinger. “Im Gegenteil, sie reicht nicht einmal aus, um das bestehende,
lineare Angebot auf Dauer zu sichern. Mich stimmt zuversichtlich, wie viel
Veränderungsbereitschaft und -willen es bei unseren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern hier im Haus gibt, denn es werden sicher auch
Verzichtsentscheidungen nötig sein, um dauerhaft Präsenz in der digitalen Welt
herstellen zu können.” Zudem habe der rbb einen weiteren Vorteil: “Unsere Region
bebt vor Kreativität und Gestaltungswillen, auch im Digitalen. Ich bin
zuversichtlich, dass wir dieses Potenzial im Sinne unseres Publikums nutzen
können.”

Link zur Pressemappe (PDF) im rbb presseportal: https://www.rbb-online.de/untern
ehmen/presse/presseinformationen/unternehmen/2020/20200123-pressematerial.file.h
tml/Pressemappe-final-neu.pdf

Pressekontakt:

Justus Demmer
Tel 030 / 97 99 3 – 12 100
justus.demmer@rbb-online.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/51580/4500372
OTS: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 23. Jan 2020. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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