Programmhinweise und -änderungen für das SWR Fernsehen von Freitag, 04. Oktober 2019 (Woche 40) bis Donnerstag, 14. November 2019 (Woche 46)





Freitag, 04. Oktober 2019 (Woche
40)/04.10.2019

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Kämpfernaturen

Insolvenz, Krankheit oder der Verlust eines geliebten Menschen –
es gibt viele Schicksalsschläge oder Krisen, die einen treffen
können. Aber wie schafft man es, mit ihnen umzugehen? Der eine
zerbricht an seinem Misserfolg oder seiner verkorksten Kindheit und
landet schließlich als Obdachloser auf der Straße. Andere wiederum
wachsen an Widerständen. Es sind Kämpfernaturen, die nichts bremsen
kann auf ihrem Weg nach oben. Sie lassen sich durch nichts und
niemanden aufhalten – weder von verkrusteten Rollenbildern, starren
Hierarchien, Intrigen oder Tiefschlägen. Da ist die Frau ohne Abitur,
der keiner etwas zugetraut hat. Doch sie hat sich durchgebissen und
sitzt jetzt im Vorstand eines Konzerns und trifft Entscheidungen für
tausende von Mitarbeitern. Oder der Bergsteiger, der sich nach einem
Absturz in eine Gletscherspalte in einer fast aussichtslosen
Situation befindet. Schwer verletzt mobilisiert er in einem Wettlauf
mit der Zeit all seine Kräfte und wird schließlich nach Tagen
gerettet. Oder die junge Jura-Studentin, die neben ihrem
Vollzeitstudium die Doppelbelastung auf sich nimmt und die Pflege
ihrer bettlägerigen Mutter übernimmt. Ob für die Schwachen der
Gesellschaft oder für ihre eigenen Ziele – Stehaufmenschen, die bis
an ihre Grenzen gehen, sind auch Mutmacher für andere. Aber woher
nehmen sie ihre innere Stärke? Woran liegt es, dass sich die einen
von nichts abschrecken lassen, andere wiederum viel zu schnell die
Flinte ins Korn werfen? Und wann ist der richtige Zeitpunkt, doch
besser die Reißleine zu ziehen und sich von dem selbst gesteckten
Ziel zu verabschieden?

Als eine der ersten Frauen kämpfte sich Manuela Rousseau in den
Aufsichtsrat eines börsennotierten Unternehmens. Und das, obwohl sie
mit 14 Jahren die Schule verlassen musste: Mädchen bräuchten kein
Abitur – davon war damals die Mutter überzeugt. Heute ist sie nicht
nur in der Chefetage erfolgreich, sondern auch als Professorin an
einer Hochschule. Ihre Selbstzweifel hat sie hinter sich gelassen:
“Jeder fand das eigentlich großartig, dass ich nicht studiert habe.”

Den festen Willen, es ganz nach oben zu schaffen, hat auch Frank
Irnich. Der Extrembergsteiger lässt sich weder von Eiseskälte noch
von furchtbaren Schmerzen abhalten und erklimmt die höchsten Gipfel
der Welt. Doch eine Bergtour im Frühjahr wurde für den 57-Jährigen zu
einem Kampf auf Leben und Tod: “Wir hatten nichts mehr zu essen und
der Sauerstoff wurde knapp.” Trotz Erfrierungen und plötzlicher
Erblindung gab Irnich niemals auf.

Nicole Nau ist heute eine der weltbesten Tangotänzerinnen – als
Deutsche in Argentinien. Schon von klein auf hatte sie diesen großen
Traum, doch ihr Vater war strikt gegen ihre Pläne. Und auch in
Argentinien hatte niemand auf die junge Tänzerin gewartet: “Mein
Traum sah aus wie ein Alptraum. Aber dann fingen bei mir Motoren an
zu laufen, damit dieses Unglück wieder vergeht.” Heute tourt sie mit
ihrem Tango- und Lebenspartner Luis Pereyra um die Welt.

Fabian Lutters Leben änderte sich an einem Sommertag 2014 radikal:
Übermütig springt der Schüler mit Freunden in einen Teich – und
zertrümmert zwei seiner Halswirbel. Was folgt, ist ein Wechselbad der
Gefühle, ein Schwanken zwischen Hoffnung und Aussichtslosigkeit: “Man
wird ja in so einer Situation zwangsläufig zum Kämpfer, denn wenn man
sich aufgibt, hat man verloren”, so der 23-Jährige, der seit dem
Unglück im Rollstuhl sitzt.

Ausgelassen feiern oder mit Freunden ins Kino wie andere
Gleichaltrige, das ist für Lana Rebhan nicht drin. Die 15-Jährige
übernimmt große Verantwortung in der Pflege ihres nierenkranken
Vaters. Als pflegende Jugendliche ist sie kein Einzelfall, die
meisten jedoch schweigen aus Scham und Angst. Lana gibt den stillen
Leiden der betroffenen Jugendlichen eine Stimme. Sie fordert mehr
Unterstützung für junge Menschen mit Pflegeverantwortung: “Ich habe
2.000 Politiker angeschrieben, nicht mal zehn Prozent haben
geantwortet.”

Diplompsychologin Ursula Nuber weiß, warum für die einen
Hindernisse im Leben motivierend wirken und sie niemand abhalten kann
auf dem Weg nach oben, andere wiederum ständig an sich zweifeln und
lieber aufgeben, anstatt sich durchzubeißen: “Kämpfen bedeutet, nicht
klein beizugeben und vor allem an die eigene Wirksamkeit zu glauben.
Dafür bewundern wir Kämpfernaturen.”

Dienstag, 08. Oktober 2019 (Woche 41)/04.10.2019

23.45 Die Pierre M. Krause Show

SWR3 Latenight Folge 570

Mit Adel Tawil: Er ist einer der erfolgreichsten Sänger,
Produzenten und Songschreiber. Songs wie “Vom selben Stern” oder
“Stadt” haben ihn bekannt gemacht. Zu Pierre M. Krause kommt er mit
einer Neuigkeit und mit einer neuen Frisur. Außerdem spielen die
beiden gegeneinander “Trinkstar”, das Spiel um Begriffe gegen
Kandidaten auf dem Cannstatter Wasen.

Adel Tawil singt live zusammen mit unserer Studioband SMAF seinen
neuen Song “DNA”. Die Pop-Ballade passt bestens zum herbstlicher

werdenden Wetter.

Donnerstag, 10. Oktober 2019 (Woche 41)/04.10.2019

23.00 Kunscht! Kultur im Südwesten

Moderation: Ariane Binder

Moderator Steffen König aus der Staatsgalerie in Stuttgart

Barocke Bildwelten und Klänge: Warum Operndiva Diana Haller
fasziniert ist von “Tiepolo – Der beste Maler Venedigs” in der
Staatsgalerie Stuttgart.

Die Fratze des Bösen: ein Meisterwerk oder Gewaltverherrlichung?
“Joker” – ein Film, der polarisiert – jetzt im Kino.

Ungewohnte Perspektiven, Licht- und Farbeffekte – der Künstler
Christoph Brech und sein zeitgenössischer Blick auf Tiepolo! Steffen
König schaut mit und fragt nach.

“Winterbienen” – Norbert Scheuer erschafft Bilder des Lebens
mitten im Schrecken des Zweiten Weltkriegs und ist nominiert für den
“Deutschen Buchpreis” – ein Besuch bei dem Schriftsteller in der
Nordeifel.

In diesem Jahr gibt es gleich zwei Literaturnobelpreise! SWR
“lesenswert” Literaturkritiker Denis Scheck kommentiert.

Zwischen Wirklichkeit und Illusion – Karin Kneffel und ihre
magischen, rätselhaften Bilder jetzt im “Museum Frieder Burda” in
Baden-Baden.

“Kulturtipps”

Freitag, 11. Oktober 2019 (Woche 41)/04.10.2019

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Der Knacks im
Kopf – Leben mit psychischen Störungen

“Der hat doch eine Schraube locker” oder “Die hat einfach eine
Macke” – schnell werden Menschen, die scheinbar nicht ins Raster
passen, abgestempelt. Dabei ist der Grund oftmals eine
ernstzunehmende Erkrankung, die Betroffenen ihr Leben und den Umgang
mit ihren Mitmenschen erschweren.

Der junge Mann mit Tourette, der – egal ob im Bus oder beim Bäcker
– durch seine lauten Ausrufe und unkontrollierten Bewegungen
auffällt. Oder die Autistin, die in Privat- und Berufsleben immer
wieder aneckt, weil sie in ihrem Sozialverhalten einfach anders tickt
als ihr Umfeld. Auch Menschen mit Panikattacken, Angst- und
Zwangsstörungen bis hin zu Schizophrenie und anderen Psychosen kennen
diese Herausforderungen. Sie alle sind eingeschränkt im alltäglichen
Umgang mit anderen Menschen und sie alle werden schnell schief
angeschaut und in eine Schublade gesteckt. Viele Menschen wissen
nicht mit Betroffenen umzugehen. Daher werden diese Erkrankungen
allzu oft nicht erkannt oder nicht ernst genommen.

Das alles führt dazu, dass Betroffene stigmatisiert werden. Es
wird ihnen schwer gemacht, offen über Ihre Krankheit zu sprechen und
sich Hilfe zu holen. So bleiben sie oftmals auf sich alleine gestellt
mit den Problemen, mit denen sie im Alltag konfrontiert sind. Nicht
nur Arbeitssuche, sondern auch Freundschaften und Beziehungen sind
gefährdet – und das nicht nur durch die konkreten Symptome, sondern
häufig durch Vorurteile. Nicht selten hat das für die Betroffenen
existentielle Konsequenzen.

Welche Schwierigkeiten und Hindernisse erleben Betroffene? Was
brauchen sie, um den Alltag meistern zu können? Was können Angehörige
unterstützend tun?

Und wie können wir alle unseren Blick auf diese Erkrankungen
korrigieren?

“Der Knacks im Kopf – Leben mit psychischen Störungen”, das ist
das Thema am 11. Oktober 2019 bei Michael Steinbrecher in der SWR
Talkshow “Nachtcafé”.

23.45 Spätschicht – Die SWR Comedy Bühne Folge 105

Hohe Mieten, niedrige Zinsen und der tägliche Kampf ums Klima –
das sind die Themen, die Moderator Florian Schröder und seine Gäste
heute beschäftigen.

Gäste in der Sendung sind:

Alain Frei, Comedy-Import aus der Schweiz. Man muss kein Banker
sein, um zu wissen: Auch Lachen kann Gold wert sein.

Rolf Miller hat eine einfache Methode, um dem Herbst-Blues zu
entgehen: einfach keine Nachrichten mehr anschauen. So erfährt man
nichts über das Chaos in Großbritannien und schafft damit den Exit
aus dem Brexit.

Simone Solga beweist: Tief in einer scharfzüngigen Kabarettistin
kann auch eine zarte Seele schlummern. In einer Zeit, in der
persönliche Beleidigungen gegen Renate Künast gerichtlich als
legitime Kritik eingestuft werden, setzt Solga sich für mehr
Freundlichkeit ein – ob auf der Bühne oder im heimischen Treppenhaus.

Jens Neutag knöpft sich mit Jens Spahn einen vermeintlichen
Hoffnungsträger in der Union vor. Der Bundesgesundheitsminister reist
aktuell um die halbe Welt, um Pflegekräfte für Deutschland
anzuwerben. Neutag fragt sich: Wenn man einfach den Beruf attraktiver
macht, könnte man sich dann nicht die Reisen sparen?

Thomas Schreckenberger kümmert sich um die deutschen Ängste Armut,
Krieg und der nächste Beitrag zum ESC. Und er tut gut daran, denn
Schreckenberger weiß: Auch bei Ängsten ist Lachen die beste Medizin.

Freitag, 01. November 2019 (Woche 44)/04.10.2019

18.30 BW: Herbstliche Restlesküche – Nix verfaula lassa

Kartoffelpizza, Pilzbutter, Kürbischips und schwarze Walnüsse sind
nur einige herbstliche Gerichte, die aus Resten oder Überschuss
hergestellt werden. Sie werden über den zweiten Weg zu neuen
Gaumenschmeichlern. Der Film begleitet Menschen, denen Lebensmittel
wichtig sind, die nichts auf dem Feld liegen und an der Rebe hängen
lassen. Sie wecken Freude daran, Überschüsse zu konsumieren und zu
konservieren.

Früher wie heute verwertet Familie Schäffer die herbstliche Ernte
vollständig. Die Winzer- und Kartoffelfamilie ist dankbar für den
Ertrag und stolz auf ihre Produkte. Wie man Kürbisse richtig lagert
und winterfest macht, verrät Kürbis-Produzent Jens Eisenmann aus
Marbach-Rielingshausen. Kürbis-Expertin Petra Graf arbeitet auf der
weltgrößten Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg und
kennt zahlreiche Kürbisrezepte. Alles sollte sofort verwertet,
verbraucht oder haltbar gemacht werden, sagt Walnussfachmann
Alexander Kaupp. Selbst die Schalen der Walnüsse bleiben nicht
ungenutzt. So handhabt das auch Volker Draxler mit den Resten der in
Ebersbach an der Fils und Umgebung gesammelten Pilze.

Regisseur Frieder Scheiffele zeigt Menschen, die dem sorglosen
Umgang mit Lebensmitteln etwas entgegensetzen. Er besucht
Erzeugerinnen und Erzeuger mit Haltung und Vorbildcharakter, die
regional vermarkten und mit pfiffigen, herbstlichen Rezepten zum
Nachkochen einladen.

Dienstag, 12. November 2019 (Woche 46)/04.10.2019

Tagestipp

21.00 Marktcheck deckt auf Das Geschäft mit Tomaten

Tomaten sind das meistverzehrte Gemüse in Deutschland. Ob gehackt,
passiert oder als Mark, sie stecken in Saucen oder Ketchup. Auf den
Etiketten der Dosen und Flaschen wird oft mit sonnengereiften Tomaten
aus Italien geworben. Was viele Kundinnen und Kunden nicht ahnen:
Tomaten sind zu einer internationalen Ware geworden. Auf dem Markt
herrscht ein harter Preiskampf. Angebaut wird dort, wo es am
günstigsten ist. “Marktcheck” blickt hinter die Kulissen der
Tomatenindustrie. Das Verbrauchermagazin recherchiert bei großen
Industrietomatenproduzenten in China, italienischen Bauern, die am
Existenzminimum leben, zeigt ausgebeutete Erntearbeiterinnen und
-arbeiter und die Nutznießer des weltweiten Preiskrieges. Was steckt
wirklich in den Dosen und Tuben in den Supermarktregalen?

Donnerstag, 14. November 2019 (Woche 46)/04.10.2019

Tagestipp

18.15 BW+RP: Oma kocht am besten Saure Linsen mit Knöpfle und
Himbeertraum

Der 25-jährige Mechaniker Samuel war während seiner Ausbildung
jeden Mittag bei seiner Oma Inge essen, am liebsten saure Linsen mit
Knöpfle. Jetzt möchte er von ihr lernen, sein Lieblingsgericht zu
kochen. “Man kriegt–s nie hin, wie die Oma, aber ich gebe mein
Bestes.” Samuel nimmt die Herausforderung an und Oma kommt zum
Testessen. Was wird sie zu seinen Kochkünsten sagen? Samuel hat eine
besondere Beziehung zu Oma Inge, die elf Enkel hat. “Wir tauschen
immer wieder Rezepte aus und neulich hat er sogar einen Krustenbraten
gemacht”, sagt die 75-Jährige. Außerdem verbindet die beiden die
Leidenschaft zum Sport. Inge meint, da habe Samuel wohl ein paar Gene
von ihr abbekommen. Sie ist Turnerin und hat ihr Leben lang als
Trainerin gearbeitet und Vereine mitaufgebaut. Samuel geht regelmäßig
joggen und ins Fitnessstudio. Mit Herausforderungen kennen sie sich
also beide aus. Egal, wie Omas Urteil ausfällt, Samuel nimmt es
sportlich, denn: Oma kocht am besten. “Ich bin extrem froh, dass ich
sie in meinem Leben hab. Sehr coole Oma, auf jeden Fall”, sagt
Samuel.

“Oma kocht am besten”

Junge Frauen und Männer erinnern sich in der SWR Reihe “Oma kocht
am besten” an Lieblingsgerichte ihrer Kindheit, und versuchen diese
nachzukochen. Wie gelingen Kartoffelsalat oder Dampfnudeln, die
schmecken wie damals? Omas Rat ist gefragt. Das Format bringt fast
vergessene Gerichte auf den Tisch, und erzählt von der Verbindung
zwischen den Generationen.

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 4. Okt 2019. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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