Programmhinweise und -änderungen für das SWR Fernsehen von Donnerstag, 12. Dezember 2019 (Woche 50) bis Sonntag, 19. Januar 2020 (Woche 4)





Donnerstag, 12. Dezember 2019 (Woche 50)/10.12.2019

22.45 Kunscht! Kultur im Südwesten

Moderation: Ariane Binder

“Als Hitler das rosa Kaninchen stahl”: Produzent Jochen Laube aus Ludwigsburg
bringt den Romanklassiker von Judith Kerr ins Kino.

Pin-Up-Art aus Müll – Electroswing Sängerin Alice Francis und die Stuttgarter
Fotografin Sarah Tröster und ihr Projekt “#zerowaste PinArt”.

Assad-Propagandist und Popstar Ali Deek will in Mannheim auftreten –
Menschenrechtsaktivisten und Syrer sind empört. “Kunscht!” fragt nach.

Stuttgart, die Oper, eine Milliarde und kein großer Wurf in Sicht? Steffen König
unterwegs in der Schwabenmetropole – auf der Suche nach einer Vision.

“Flieger, Krabbler, Kriechlinge” – ein Essay, zwischen Schönheit und Schrecken,
geschrieben, collagiert, gezeichnet und gemalt von Sibylle Lewitscharoff,
Autorin mit schwäbischen Wurzeln.

Von “Star Wars” bis “Tanz auf dem Vulkan” am Theater Trier und – die Natur als
Zeuge der Geschichte: “Uriel Orlow: Conversing with Leaves” in der Kunsthalle
Mainz

Kulturtipps.

Freitag, 13. Dezember 2019 (Woche 50)/10.12.2019

09.10 h: Für RP geänderten Beitrag beachten!

09.10 (VPS 09.08) RP: Reisetipp Südwest Radfieber – Von der Eifel an die Mosel
Erstsendung: 29.04.2018 in SWR/SR

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Du sollst Vater und Mutter
ehren?

Sind Eltern strahlende Vorbilder, denen die Kinder nachstreben – oder
Feindbilder, von denen sie sich möglichst deutlich abgrenzen wollen? Wo ist das
Ehren von Mutter und Vater angebracht und wo endet diese Verpflichtung?

Aus biblischer Sicht fordert das vierte Gebot: “Ehre deinen Vater und deine
Mutter.” Doch egal, ob christlich geprägt oder nicht: Dieser Auftrag ist in den
meisten Menschen tief verankert. Schließlich haben die Eltern den Kindern das
Leben geschenkt, sie haben sie beschützt, gefördert und begleitet, ihnen Liebe
und Wärme geschenkt und Werte fürs Leben mit auf den Weg gegeben.

Die Kinder sind Mutter und Vater dankbar dafür und lieben sie. Wenn die Eltern
ihnen als gutes Vorbild dienen, werden sie ihnen nacheifern und ihrem Beispiel
folgen. Vater und Mutter werden verehrt für die guten Taten und großen Erfolge,
die sie vollbracht haben. Und wenn sie dann irgendwann selbst hilfsbedürftig
werden, ist es an den Kindern, nun für sie da zu sein und etwas zurückzugeben.
So ist es für so manche Tochter und so manchen Sohn selbstverständlich, die
alten Eltern zu sich zu nehmen und sie zu pflegen. Auch wenn das für die jüngere
Generation nicht selten bedeutet, sich zwischen Job, eigener Familie und Pflege
aufzureiben.

Doch häufig geht diese Selbstverständlichkeit auch von den Eltern aus. Was, wenn
man als Kind diese Pflege und Unterstützung nicht leisten kann oder möchte?
Pochen die Eltern darauf, dass die Kinder es ihnen schuldig seien? Wie schwer
wiegen Pflichtgefühl und schlechtes Gewissen? Denn natürlich gibt es auch ganz
andere Eltern-Kind-Beziehungen: Muss man ehren, wer nie für einen da war? Wer
das Kind ins Heim gegeben, es vernachlässigt oder gar misshandelt hat? Und kann
man ehren, wer großes Unrecht getan hat? Zum Beispiel eine Mutter, die wegen
Mordes im Gefängnis sitzt, oder einen Vater, der Gräueltaten in der Zeit des
Nationalsozialismus verübt hat?

Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

“–Du sollst Vater und Mutter ehren–, dieser Satz ist mir unglaublich fremd”,
sagt Gabriel Babel. Als Kind litt er jahrelang unter Misshandlungen durch den
Vater, bis er mit zwölf Jahren schließlich beschloss, gemeinsam mit seinem
jüngeren Bruder zu fliehen. Doch auch wenn die Kinder im Heim einen sicheren
Hafen fanden: Die Narben auf der Seele blieben – und hatten für Gabriels Bruder
dramatische Folgen.

Als Gabriele Dietz-Paulig ein Schreiben vom Amt erhielt, in dem sie aufgefordert
wurde, sich an den Pflegekosten für ihre Mutter zu beteiligen, war sie
fassungslos. Denn bereits kurz nach der Geburt wurde sie von ihrer Mutter in ein
Kinderheim gegeben. Bis heute blieb die Beziehung distanziert: “Meine Mutter ist
für mich nur eine entfernte Bekannte.” So musste ein Gericht über den Fall
entscheiden.

Dass man aber seinen Eltern am Lebensende etwas zurückgeben möchte, wenn man
zeitlebens ein gutes Verhältnis hatte, davon ist Birgit Jatho überzeugt. Als
nach ihrem Vater auch ihre Mutter plötzlich zum Pflegefall wurde, war schnell
klar, dass die Familie sich daheim mit vereinten Kräften kümmern wird: “Meine
Eltern haben es verdient, möglichst liebevoll und in ihrem eigenen Zuhause
versorgt zu werden.”

In der Kindheit verehrte Bernd Wollschlaeger seinen Vater – bis er herausfand,
dass dieser als Wehrmachtsoffizier ein glühender Anhänger des Naziregimes war
und auch nach dem Krieg an seinen Überzeugungen festhielt: “Als ich immer mehr
herausgefunden hatte, wandelten sich meine Gefühle zu riesiger Enttäuschung,
Verbitterung, Traurigkeit und Schock.” Bernd Wollschlaeger tat alles, um sich
abzugrenzen, wanderte aus und konvertierte schließlich sogar zum Judentum.

Als 9-Jährige fand Jeannette Hagen zufällig heraus, dass ihr vermeintlicher
Vater nicht ihr Vater war. Zwar versuchte ihr Stiefvater, diese Leerstelle in
ihrem Leben zu schließen, doch die Sehnsucht nach ihren Wurzeln ließ die heute
52-Jährige nicht los. Umso größer ist ihre Enttäuschung, dass sie bis heute nur
Ablehnung von ihrem leiblichen Vater erfährt: “Dass er eines Tages sterben
könnte, ohne dass es eine Aussprache gab, macht mir Angst.”

Die Psychotherapeutin Irmela Wiemann sagt: “Es gibt einen Unterschied zwischen
biologischer Elternschaft und wirklicher Elternschaft.” Deshalb könne man auch
nicht pauschal verlangen, dass Kinder ihre Eltern ehren sollen. Doch die
erfahrene Familientherapeutin weiß auch, dass es dabei hilft, ein zufriedenes
Leben zu führen, wenn man die Verbindung, die unweigerlich zwischen Eltern und
Kindern besteht, würdigt.

Ab 14.12.2019 in der ARD Mediathek bis zum 13.12.2020.

23.30 Spätschicht – Die SWR Comedy Bühne Folge 107

Die Spätschicht befindet sich auf der Zielgeraden des Jahres 2019 Moderator
Florian Schroeder beschenkt sich selbst und lädt fünf hochkarätige Gäste ein –
und hält die Spätschicht garantiert frei von Jahresrückblicken.

Dieses Mal dabei:

Lisa Fitz ist überzeugt: “Kauft zu Weihnachten keinen Scheiß!” Die Grande Dame
des deutschen Kabaretts kritisiert die unvermeidbare Dauerberieselung mit
Werbung, PR und Beeinflussung jeder Art.

Gernot Hassknecht ist das Temperamentbündel der deutschen Comedy. Wenn er
loswütet, bleibt kein Auge trocken. Dieses Mal widmet er sich einem nicht ganz
zeitlosen Thema: dem würdevollen Altern. Wenn das chinesische Drachentattoo
langsam zum faltigen Regenwurm wird, bedeutet das: Jugendsünden zählen nicht
mehr als Ausrede.

Tan Caglar gelingt das, wovon viele Autonarren nur träumen können: Er fährt
staufrei zu seinem Arbeitsplatz auf der Bühne. Dass aber selbst gutmeinende
Mitmenschen nicht immer einen selbstverständlichen Umgang mit Rollstuhlfahrern
haben, berichtet Caglar in der “Spätschicht”.

Simon Stäblein beschäftigt eines der großen Themen dieses Jahres, das Klima. Er
ist sich sicher: Eine Kreuzfahrt kommt für ihn nach diesem Jahr nicht mehr in
Frage. Dabei ist er nicht sicher, was schwerer wiegt, seine Sorge um die Umwelt
oder die Allergie gegen Schlager-Hits.

Hans Werner Olm kommt in der Weihnachtszeit einem heimlichen Hobby nach: Er
schreibt Grußkarten. Das kann eine sehr schöne und persönliche Angelegenheit
sein – es sei denn, man kommt mit Glückwünschen zum Führerschein und
Trauerfällen in der Familie durcheinander.

Montag, 06. Januar 2020 (Woche 2)/10.12.2019

15.15 h: Korrigierter Untertitel!

Tagestipp

15.15 Eisenbahn-Romantik Big Boy – Auf den Spuren der Transkontinentalen
Eisenbahn

Sonntag, 19. Januar 2020 (Woche 4)/10.12.2019

ab 0.55 h: Programmänderung und Verschiebungen.

00.55 (VPS 00.54) New Pop Festival 2019 – Best of Startalks

01.40 (VPS 01.55) Nuhr im Ersten Nur aus Berlin Erstsendung: 16.01.2020 in
Das Erste

02.25 (VPS 02.40) Spätschicht – Die SWR Comedy Bühne (WH von FR) Erstsendung:
17.01.2020 in SWR/SR Folge 108

03.10 (VPS 03.25) Olaf Bossi in kabarett.com (WH von DI)

03.55 (VPS 04.10) Heinrich Del Core–s Comedy Night (WH von DI) Alain Frei
Erstsendung: 17.03.2019 in SWR/SR

04.40 Spätschicht – Die SWR Comedy Bühne (WH von FR) Erstsendung: 17.01.2020
in SWR/SR Folge 108

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285, grit.krueger@SWR.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/7169/4464529
OTS: SWR – Südwestrundfunk

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 10. Dez 2019. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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