Prädikat „besonders wertvoll“ für Erik Poppes UTØYA 22. JULI/Höchstes Prädikat auch für DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN, WIR SIND CHAMPIONS, POWER TO THE CHILDREN und KLEINE HELDEN





Am 22. Juli 2011 ermordete ein rechtsradikaler
Fanatiker auf der kleinen vor Oslo gelagerten Insel Utøya 69
Jugendliche, die im Rahmen eines Jugendcamps auf der Insel
zusammengekommen waren, um über Politik zu diskutieren und ein
schönes und friedliches Wochenende miteinander zu verbringen. Der
Anschlag dauerte 72 Minuten. Der Filmemacher Erik Poppe hat mit UTøYA
22. JULI (Start: 20. September) einen Film über dieses schlimme
Attentat gedreht, der den Täter jedoch konsequent ausklammert und
durchgehend die Perspektive der Opfer wählt. Die fünfköpfige
Expertenrunde der FBW verlieh einstimmig das höchste Prädikat
„besonders wertvoll“ und schreibt in ihrem Gutachten: „Angesichts
eines so schrecklichen Geschehens muss man die Frage, ob darüber ein
Spielfilm gemacht werden „darf“, mit einem klaren Ja beantworten.
Denn die Kunst kann es auch erreichen, dass den Menschen ein anderer,
tieferer Blick auf solche Geschehen, die Teil des kollektiven
Bewusstseins geworden sind, ermöglicht wird. Poppe zeigt eben nicht,
wie Menschen erschossen werden und er folgt keiner gängigen
Dramaturgie mit Spannungsbögen und der Art, wie Täter, Helden und
Opfer in fiktiven Filmen in der Regel repräsentiert werden. Poppe
zwingt die Zuschauer geradezu, das Geschehen aus ihrem Blickwinkel
mitzuerleben. Sie können so unmittelbar und sehr authentisch
nachempfinden, was die Protagonisten Kaja sieht, weiß, tut und vor
allem empfindet, denn der Schock, die Angst und das Entsetzen werden
nicht durch die in fiktiven Filmen sonst üblichen
Distanzierungsangebote wie Stilisierung, Typisierung,
Perspektivwechsel oder auch die Montage gefiltert. Sowohl ästhetisch
wie auch inhaltlich erzählt Poppe radikal im Sinne der Opfer. Und
dass zu denen auch die Überlebenden (auf deren Aussagen das Drehbuch
basiert) gehören, macht er mit einer oft schwer zu ertragenden
Intensität deutlich, wenn er zeigt, wie traumatisch diese 72 Minuten
für die Beteiligten waren.“

Mehr dazu unter:
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/uta_ya_22_juli

Mit augenzwinkerndem Witz und einer großen Portion Kreativität hat
Regisseur Eli Roth, der sich bisher als Genrespezialist im
„erwachsenen“ Horrorfilm hervorgetan hat, ein Fantasy-Abenteuer
erschaffen, das auf der gleichnamigen Romanreihe von John Bellairs
basiert. In DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN (Start: 20. September)
erzählt Roth die Geschichte des Jungen Lewis, der nach dem Tod seiner
Eltern von seinem Onkel Jonathan aufgenommen wird und schon bald
feststellen muss, dass in dessen Haus merkwürdige Dinge vor sich
gehen. „Eli Roth inszenierte das grandiose Abenteuer mit großem Witz
und zauberhafter Kreativität. Das Szenenbild und die Ausstattung mit
überbordender Vielfalt und Detailgenauigkeit verdienen das Prädikat
„meisterlich“. Eine perfekte Dramaturgie dank des guten Drehbuchs
garantiert einen schönen Spannungsbogen, der uns von Szene zu Szene
mit immer neuen und keinesfalls voraussehbaren Einfällen überrascht.
Eine wunderbare Kameraführung, teils schwebend durch die Räume des
Schlosses, und eine ebenso gelungene Licht- und Soundarbeit
unterstützen das märchenhaft-phantastische Geschehen, wobei einzelne
gruselige Szenen für ein ganz junges Publikum eine Herausforderung
sein könnten. Doch das Vertrauen in den Sieg des Guten, vor allem mit
dem Einsatz und der Hilfe von Lewis, ist immer zu spüren. Bleibt noch
ein großes Lob für die Besetzung der Charaktere und das großartige
Spiel.“ Dies schreibt die unabhängige Jury der FBW, die den Film mit
dem Prädikat „besonders wertvoll“ auszeichnet.

Mehr dazu unter: https://www.fbw-filmbewertung.com/film/das_haus_d
er_geheimnisvollen_uhren

Der spanische Regisseur Javier Fesser kombiniert in seinem Film
WIR SIND CHAMPIONS (Start: 20. September), der für Spanien in diesem
Jahr ins Oscar-Rennen geht und in seinem Heimatland mit über 3
Millionen Kinobesuchern ein voller Erfolg war, Elemente des
Sportfilms, des Social Clash und des Außenseiterdramas zu einem
insgesamt sehr unterhaltsamen Kinoerlebnis. die inspirierende
Geschichte eines cholerischen Basketballtrainers, der eine Mannschaft
mit geistig Behinderten trainieren soll – und dabei auch zu sich
selbst findet. Der Film schlägt, so die FBW-Jury, das „Konzept der
Inklusion als gesellschaftliches Prinzip auf äußerst lebensbejahende
Art und Weise vor“. Die Jury hebt in ihrer Begründung für das
Prädikat „besonders wertvoll“ Tempo, Rhythmus und Witz des Films
hervor, die „von einer bemerkenswerten Energie angetrieben werden“.
Gespeist werde dies „vornehmlich aus dem wunderbaren Zusammenspiel
des Ensembles, das die Zuschauer immer wieder bindet“.

Mehr dazu unter:
https://www.fbw-filmbewertung.com/film/wir_sind_champions

Außerdem neu im Kino: Zwei Dokumentarfilme, die auf ganz
unterschiedliche Weise doch dasselbe porträtieren: Starke junge
Helden, die sich von nichts aufhalten lassen. In POWER TO THE
CHILDREN (Start: 20. September) porträtiert die Regisseurin Anna
Kersting verschiedene Kinder- und Jugendparlamente in Indien, die es
sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Welt für Kinder aus ganz eigener
Kraft ein wenig besser und gerechter zu machen. „Ein Film, der bewegt
und hoffentlich auch bewegen kann.“ Zu diesem Schluss kommt die Jury
der FBW, die den Film mit dem Prädikat „besonders wertvoll“
auszeichnet. Die höchste Auszeichnung der FBW erhielt auch der
französische Dokumentarfilm KLEINE HELDEN – NICHTS KANN UNSERE FREUDE
STOPPEN (Start: 20. September), in dem Anne-Dauphine Julliand auf
berührend inspirierende Art, basierend auf ihren eigenen Erlebnissen
als Mutter, von fünf kleinen Helden erzählt, die sich trotz ihrer
schweren Krankheiten von nichts und niemandem die Lebensfreude nehmen
lassen. Die FBW-Jury schreibt: „Julliand ist es gelungen, mit der
gleichen Wahrhaftigkeit von der Krankheit und dem Glück zu erzählen.“
Auch die FBW-Jugend Filmjury empfiehlt die Dokumentarfilme für Kinder
ab 10 und 12 Jahren und vergibt 4 bzw. 3,5 Sterne.

Mehr dazu unter: https://www.fbw-filmbewertung.com/film/power_to_t
he_children_kinder_an_die_macht https://www.jugend-filmjury.com/film/
power_to_the_children_kinder_an_die_macht https://www.fbw-filmbewertu
ng.com/film/kleine_helden_a_nichts_kann_unsere_freude_stoppen https:/
/www.jugend-filmjury.com/film/kleine_helden_nichts_kann_unsere_freude
_stoppen

Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen
unter www.fbw-filmbewertung.com. Die Deutsche Film- und
Medienbewertung (FBW) zeichnet herausragende Filme mit den Prädikaten
wertvoll und besonders wertvoll aus. Über die Auszeichnungen
entscheiden unabhängige Jurys mit jeweils fünf Gutachtern aus einem
Pool aus 85 Experten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet die Filme
innerhalb ihres jeweiligen Genres.

Die FBW-Jugend Filmjurys sind mit Schülerinnen und Schülern
besetzt. Sie sind an insgesamt neun Standorten in Deutschland
etabliert und sichten vor Kinostart das Filmprogramm für
5-14-jährige. Seit neuestem mit einem Standort auch in Berlin und
jetzt auch mit Empfehlungen in der Kategorie „14+“. Mehr
Informationen unter www.jugend-filmjury.com.

Pressekontakt:
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Schloss Biebrich Rheingaustraße 140
65203 Wiesbaden

Tel: 0611/ 96 60 04 -18
Fax: 0611/ 96 60 04 -11
info@fbw-filmbewertung.com
www.fbw-filmbewertung.com

Original-Content von: Deutsche Film- und Medienbewertung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 19. Sep 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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