Prädikat „besonders wertvoll“ für Christian Petzolds TRANSIT/Höchste Auszeichnung auch für starkes Dokumentarkino: DIE NACHT DER NÄCHTE von den Samdereli-Schwestern und WILDES HERZ von Charly Hübner





Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg
entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die
Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich das Leben
genommen hat. Als Georg in Marseille ankommt, erfährt er, dass in der
Stadt nur bleiben darf, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Und so
nimmt Georg die Identität des Schriftstellers an und erhält ein
mexikanisches Visum. Als er Weigels Frau Marie begegnet, verliebt er
sich sofort in sie. Doch wie kann er ihr die Wahrheit gestehen? In
seinem neuen, auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers beruhenden
Film TRANSIT (Start: 5. April) transferiert Christian Petzold, der
zusammen mit dem 2014 verstorbenen Filmemacher Harun Farocki am
Drehbuch gearbeitet hat, die Geschichte der deutschen Besatzung des
Zweiten Weltkriegs ins Hier und Jetzt des heutigen Marseille, was der
Geschichte etwas Allgemeingültiges verleiht. „Durch die
Interpretation des Romans und die Verlegung der Handlung in die
Gegenwart schuf Petzold ein zutiefst humanistisches, existentielles
Gleichnis auf Flucht und Exil, auf die Notwendigkeit des Neuanfangs
in der Fremde sowie Gleichgültigkeit und Kälte einer Gesellschaft,
die sich den Nöten der Ausgestoßenen verschließt und nur das eigene
Überleben sichern will.“ Die fünfköpfige Expertenrunde der FBW
verleiht Christian Petzolds Film, in dem die Nachwuchsdarsteller
Franz Rogowski und Paula Beer in den Hauptrollen brillieren, das
höchste Prädikat „besonders wertvoll“.

Mehr dazu unter:

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/transit

Die Liebe: So vielfältig wie das Leben. Nicht immer geht alles
gut, nicht immer ist alles rosarot – doch immer lohnt es sich, dafür
zu kämpfen. In dem Dokumentarfilm DIE NACHT DER NÄCHTE (Start: 5.
April) lassen Yasemin und Nesrin Samdereli vier Paare, die 50 Jahre
und länger zusammen sind, von ihrer Beziehung erzählen. Dabei kommt
vieles zur Sprache: Wie man sich kennenlernte, welche Hindernisse man
überwinden musste, um zusammensein zu können – und natürlich auch,
wie man die erste gemeinsame Nacht erlebte. Die FBW-Jury zeichnet den
Dokumentarfilmfilm als „lebensbejahendes Plädoyer für die Liebe“ mit
dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus und schreibt in ihrem
Gutachten: „Die vier Lebensgeschichten stehen auf eine bestimmte
Weise exemplarisch für viele andere. Sie sind der Beweis dafür, dass
das Leben keine Feier ist, sondern in guten und auch in harten Zeiten
von jedem viel zu fordern vermag. Die Bereitschaft dazu, eine Portion
Verzicht auf sein Ego und viel Toleranz, die Eigenarten des Partners
oder der Partnerin zu ertragen, gehören dazu. All dies zeigt der Film
in Fülle. Durch die Auswahl der vier Paare bietet der Film auch eine
Reise durch die Kontinente und durch die Kulturgeschichten der
Länder. Das ist spannend und berührend zugleich.“

Mehr dazu unter:
http://www.fbw-filmbewertung.com/film/die_nacht_der_naechte

Längst ist die Punkgruppe „Feine Sahne Fischfilet“ weit über ihren
Heimatort Jarmen, ja selbst über Mecklenburg-Vorpommern hinaus
bekannt. Jetzt hat Schauspieler Charly Hübner mit WILDES HERZ (Start:
12. April) einen Film über ihren Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow
gedreht. Hübner und sein Co-Regisseur Sebastian Schultz haben Monchi
und seine Band bei ihrer Anti-Rechts-Tour „Noch nicht komplett im
Arsch“, die im Wahljahr 2016 durch ganz Mecklenburg-Vorpommern
führte, begleitet. Für die unabhängige FBW-Jury ist WILDES HERZ kein
Bandfilm und kein reines Künstlerporträt, sondern „eine Reise in die
Heimat Gorkows, ein Ausflug in das Spannungsfeld von Politik, rechter
Gewalt und linker Gegengewalt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern“.
Beeindruckt zeigte sich die Jury von „der Offenheit, mit der Gorkow
vor der Kamera agiert“ und sieht Hübners Film „als eine genauso
wichtige, wie mutige Bestandsaufnahme zur politischen Situation in
Mecklenburg-Vorpommern“. Hierfür zeichnet sie den Dokumentarfilm mit
dem höchsten Prädikat „besonders wertvoll“ aus.

Mehr dazu unter:

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/wildes_herz

Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen
unter www.fbw-filmbewertung.com.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet
herausragende Filme mit den Prädikaten wertvoll und besonders
wertvoll aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys
mit jeweils fünf Gutachtern aus einem Pool aus 85 Experten aus ganz
Deutschland. Die FBW bewertet die Filme innerhalb ihres jeweiligen
Genres.

Pressekontakt:
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Schloss Biebrich Rheingaustraße 140
65203 Wiesbaden

Tel: 0611/ 96 60 04 -18
Fax: 0611/ 96 60 04 -11
info@fbw-filmbewertung.com
www.fbw-filmbewertung.com

Original-Content von: Deutsche Film- und Medienbewertung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 4. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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