„planet e.“ im ZDFüber „Tierversuche auf dem Prüfstand“ (FOTO)





An etwa zwei Millionen Tieren wird jährlich in deutschen Laboren
experimentiert. Gibt es Alternativen oder lässt sich auf Tierversuche
nicht verzichten, da sie zur Heilung von Krankheiten notwendig sind?
Am Sonntag, 22. April 2018, 16.30 Uhr, nimmt „planet e.“ im ZDF
„Tierversuche auf den Prüfstand“.

Es ist ein Dilemma: Auf der einen Seite leiden und sterben täglich
Tausende Tiere in Laboren für medizinische Zwecke. Auf der anderen
Seite helfen gerade diese Tierversuche vielen Menschen, ihr Leben ein
Stück erträglicher zu machen. Aktivistengruppen wie PETA halten die
Versuche für Tierquälerei, bezweifeln ihren praktischen Nutzen und
verlangen den ausnahmslosen Ausstieg. Viele Wissenschaftler dagegen
halten die Belastung für die Tiere meist für vertretbar. Es bleiben
ethische Fragen: Dürfen Menschen zu ihrem Nutzen mit Tieren
experimentieren? Wo sind Tierversuche unerlässlich? Und gibt es
Alternativen?

Eine Biotechnologie-Firma in Berlin arbeitet an handgroßen
Multiorganchips, mit deren Hilfe herausgefunden werden soll, welche
Diabetes-Medikamente wirklich helfen. In jahrzehntelangen
Tierversuchen hatte man bisher keinen Erfolg. Man stieß immer wieder
an Grenzen, die Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen. Der
Multiorganchip arbeitet mit menschlichen Zellen und kann komplexe
systemische Vorgänge abbilden, wie sonst nur der Tierversuch. Somit
könnte er in Zukunft 70 Prozent aller Tierversuche für die
Medikamentenentwicklung ersetzen. Doch noch funktioniert das nicht
bei allen Krankheiten: „planet e.“ begleitet die hörgeschädigte
Patientin Sabine Kubalek-Schröder, die von Tierversuchen profitiert
hat: Sie trägt ein sogenanntes Cochlea-Implantat, das mit Versuchen
an Katzen und Meerschweinchen entwickelt wurde und seit Jahrzehnten
im Einsatz ist.

Derzeit wird am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen an einer
neuen Generation von Hörimplantaten geforscht. Die Experimente direkt
am Menschen durchzuführen, wäre ein unzumutbares Risiko, sagen die
Hörforscher. Deshalb werden sie zuvor an Mäusen und Weißbüschelaffen
getestet. „planet e.“ ist mit dem Tierschützer Anand Nithoo auf
Spurensuche in den Wäldern von Mauritius, wo viele der Primaten
herkommen.

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veröffentlicht von am 18. Apr 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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