phoenix plus: Heimat – Ostdeutschland – 3. Oktober 2018, 16.30 Uhr





Auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung
gibt es in den neuen Bundesländern ein ganz spezielles Lebensgefühl –
und zwar das Lebensgefühl Ost. Aber was macht es aus? Warum fühlt
sich das Leben in Dresden, Magdeburg und Erfurt anders an, als in
Düsseldorf, Hamburg oder München?

Wir sind auf der Suche nach dem spezifisch Anderen, dem
ostdeutschen Heimatgefühl, und finden es in Suhl, einer einst
sterbenden Stadt, deren Bewohner die Hoffnung nicht verloren haben.
Wir besuchen eine traditionsreiche Kleingartenkolonie in Merseburg,
deren Gartenfreunde im Schatten der ehemals umweltverschmutzenden
Chemiewerke Buna und Leuna ihren Zusammenhalt feiern und auch heute
noch ihren kleinen Urlaub abseits von Fernweh und Reisebeschränkungen
leben. Wir sind im Eichsfeld und sprechen mit Rückkehrern. Und wir
tauchen noch einmal ein in die tiefe DDR mit unserem Moderator Stefan
Ganß, der eine Woche in einem DDR-Museum „überlebt“ hat.

Der gebürtige Thüringer ist Radiomoderator und Fernseh-Reporter
und setzt sich mit Themen aller Facetten auseinander. Für die
Reportagereihe aus dem DDR-Museum gewann der gebürtige Thüringer den
Bremer Fernsehpreis. Einmal im Monat stellt er in seiner Rubrik
„Ganß– heile Welt“ im Nachmittagsformat „MDR um 4“ herzige,
glückliche und bewegende Momente aus Mitteldeutschland vor.

Stefan Ganß wird das Gefühl Heimat und was es ausmacht mit vier
Gästen besprechen: Cornelius Pollmer hat viele Jahre als
Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Dresden der eher
westdeutschen Leserschaft den Osten erklärt. Er ist mit ganzem Herzen
Dresdner. Frank Richter hat als damaliger Leiter der Landeszentrale
für politische Bildung das Phänomen Pegida genau erkundet und
versucht, mit den Anhängern in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Der
ehemalige Bürgerrechtler aus Meißen kennt sich aus mit politischen
Extremen. Tina Wittkowski hat eine klassisch-ostdeutsche Biografie:
mehrfach gebrochen, doch immer wieder aufgestanden, so beschreibt
sich die ehemalige Gerüstbauerin, die heute ein Kinderhaus in Halle
betreibt, selbst. Prof. Paolo Fornara leitet die Klinik für
Transplantationsmedizin an der Uniklinik Halle. Wir sind gespannt,
wie der gebürtige Italiener seine Heimat in Halle sieht und ob er
überhaupt noch Unterschiede zwischen Ost und West wahrnimmt.

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veröffentlicht von am 27. Sep 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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