phoenix persönlich: Udo Di Fabio zu Gast bei Michael Krons – Freitag, 18. Januar 2019, 18.00 Uhr





„Die Erosion einer Demokratie beginnt ja nicht mit
dem offenen Bürgerkrieg, sondern sie beginnt damit, dass Demokratie
nicht mehr verstanden, nicht mehr geglaubt, nicht mehr gelebt wird.“
In „phoenix persönlich“ spricht Michael Krons mit dem ehemaligen
Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio über die Herausforderungen, vor
denen die Demokratie heute steht und darüber, wie sehr ihn seine
Kindheit im Ruhrgebiet geprägt hat.

Berlin sei nicht Weimar, sagt Udo Di Fabio. Die deutsche
Gesellschaft sei heute „Lichtjahre“ von Weimarer Verhältnissen
entfernt, wenn man beispielsweise an die Gewalt der Wirtschaftskrise
und an die Gewalt auf den Straßen denke.

Mit Blick auf die Volksparteien konstatiert Udo Di Fabio ein
„Identitätsproblem“: „Die Parteien haben einen Markenkern, aber er
verblasst. Die Union weiß gar nicht, ob sie überhaupt noch
konservativ sein darf und das mit dem Christlichen ist inzwischen
auch ein Problem geworden. Die Sozialdemokratie weiß nicht, ob sie
für Arbeitnehmer (…) programmatisch etwas definieren kann, was
anschlussfähig an die Emanzipationserzählung einer Arbeiterklasse
ist, die aus elenden Verhältnissen kam. Brüder zur Sonne zur Freiheit
– passt das heute noch im 21. Jahrhundert? Oder wird man eine Partei
der Nicht-Arbeitnehmer? Damit ist der Volksparteicharakter dann
aufgegeben.“

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veröffentlicht von am 17. Jan 2019. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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