NOZ: Verbraucherschützer kritisieren „Wildwuchs“ beim Sammeln von Fahrzeugdaten





Verbraucherschützer kritisieren „Wildwuchs“ beim
Sammeln von Fahrzeugdaten

„Hersteller sammeln alles, was möglich ist“ – Verband fordert von
Bundesregierung Regelung zur Datenspeicherung

Osnabrück. Der Verbraucherzentralen Bundesverband (VZBV) hat einen
„absoluten Wildwuchs“ beim Sammeln von Fahrzeugdaten kritisiert. In
einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) warf
VZBV-Sprecherin Marion Jungbluth Autoherstellern vor, derzeit „alles
an Fahrzeugdaten zu sammeln, was nur möglich ist“.

Die Leiterin Mobilität und Reisen beim VZBV forderte die
Bundesregierung auf, zügig in einer Verordnung festzulegen, welche
Daten in der Blackbox wo gespeichert und wie diese im Falle eines
Unfalls herausgegeben würden. „Es muss absolut ausgeschlossen sein,
dass der Hersteller zwischendurch die Möglichkeit hatte bestimmte
Daten zu manipulieren“, sagte die Expertin auch mit Blick auf den
Skandal um Abgasmanipulationen in der deutschen Automobilindustrie.

Jungbluth sprach sich dafür aus, einen Großteil der Daten im Auto
zu speichern, sodass ein Verbraucher ohne den Umweg über den
Hersteller an sie herankomme. Alternativ hält sie auch die
Einrichtung von neutralen Stellen, sogenannten „Trust Agenten“, zur
Speicherung und Weiterverteilung der Daten für denkbar. „Die
Schlechteste aller denkbaren Lösungen ist es aber sicherlich, alle
Daten bei den Herstellern zu speichern und von dort zu verteilen“, so
die Expertin.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 4. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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