NOZ: Thomas Gottschalk: „Wetten, dass..?“ hat keine Zukunft





Thomas Gottschalk: „Wetten, dass..?“ hat keine
Zukunft

Moderator: Spezialausgabe im nächsten Jahr nur eine
Nostalgie-Veranstaltung – 69-Jähriger hat kein Buch zweimal gelesen
und mag keine Hörbücher

Osnabrück. Auch wenn es im kommenden Jahr anlässlich seines 70.
Geburtstags eine Spezialausgabe von „Wetten, dass..?“ geben wird,
sieht Moderator Thomas Gottschalk keine Zukunft für den
ZDF-Showklassiker. „Es ist eine Nostalgie-Veranstaltung, als ob
Marcel Reich-Ranicki von den Toten aufersteht und noch mal das
„Literarische Quartett– machte“, sagte Gottschalk der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“. Dabei gehe es „um wohlige Erinnerungen an
vergangene Zeiten“, fügte der 69-Jährige hinzu, „aber das ist nichts,
das in die Zukunft gerichtet ist“.

Offenbar ist nach Gottschalks Ansicht auch die Zeit über
Showformate wie „Wetten, dass..?“ hinweggegangen: „Ich habe in einer
Zeit Fernsehen gemacht, in der die Weltstars noch Weltstars waren und
zudem den Arsch hochbekommen haben, um in einer Halle in
Friedrichshafen auf ihr Werk aufmerksam zu machen. Heute twittern sie
oder machen sich auf Instagram bemerkbar. Und wenn sich eine Madonna
bequemt, beim Grand Prix aufzutreten, kriegt sie anschließend auf die
Fresse.“

Der Moderator, dessen Literatursendung „Gottschalk liest?“ am
kommenden Dienstag (18.6., 22 Uhr) zum zweiten Mal im BR Fernsehen
ausgestrahlt wird, räumte ein, kein Buch zweimal gelesen zu haben:
„Die meisten kapiere ich schon beim ersten Mal, und die anderen lege
ich nach der dritten Seite weg, weil ich sie nicht kapiere. Zweimal
lesen, um einmal zu kapieren, ist nicht mein Ding.“

Die Bettlektüre habe ihn sein Leben lang begleitet, berichtete
Gottschalk weiter: „Ich habe immer im Bett gelesen und hatte als Kind
die große Leidenschaft, heimlich zu lesen, während meine Mutter
dachte, dass ich schlafe. Dabei habe ich mir mehrfach die Finger
verbrannt, weil ich schnell die Glühbirne aus meiner Nachttischlampe
herausgedreht habe, wenn meine Mutter gekommen ist.“

Bis heute schwört der 69-Jährige auf gedruckte Literatur: „Bücher
zu hören habe ich überhaupt nicht in meinem System. Es macht mich
auch ein bisschen unwirsch, dass ich von meinem eigenen Buch eine
Hörfassung einlesen muss. Wenn ich Radio mache, sollen die Leute
zuhören, und wenn ich schreibe, sollen sie lesen. Vorausgesetzt
natürlich, dass sie es wollen.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 15. Jun 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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