NOZ: Rammstein-Keyboarder Flakeüber spektakuläre Live-Auftritte: „Feuer ist wie ein Katalysator“





Rammstein-Keyboarder Flake über spektakuläre
Live-Auftritte: „Feuer ist wie ein Katalysator“

Flammenwerfer machen dem Musiker keine Angst – „Wenn ich keine
Schmerzen haben will, stell ich mich woanders hin“

Osnabrück. Die vor spektakulären Feuer- und Spezialeffekten
strotzenden Live-Shows der Rockband Rammstein hinterlassen auch bei
Rammstein-Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz Spuren. Er habe einen
besonderen Bezug zu Feuer, sagte der 51-Jährige im Interview mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vor seinem Eintritt in die Band im Jahr
1994 sei das nicht so gewesen, so Flake. „Heute ist Feuer wie ein
Katalysator. Wenn ich jetzt Feuer, diese Hitze spüre, dann hab ich
das Gefühl: Jetzt geht es los, jetzt bin ich dabei, jetzt lebe ich.“
Dies sei „ein physisches Erlebnis, das durch nichts zu ersetzen“ sei
und das er „auch nicht missen“ wolle, erklärte der Keyboarder weiter.
Dabei gehe er auch an seine Schmerzgrenze: „Es ist Feuer, es wird
heiß, ich spüre und sehe es und bin an der Grenze zum Schmerzhaften.
Und ich kann die Grenze, wenn ich will, auch verschieben. Das macht
mir Spaß“, sagte der Musiker.

Vor dem Rammstein-Sänger und -Frontmann Till Lindemann habe er
keine Angst, auch dann nicht, wenn dieser auf der Bühne einen
Flammenwerfer auf ihn richte. „Angst hat man eigentlich nur vor
Sachen, die man nicht kennt. Ich hab zum Beispiel Angst vor
Krankheiten. Vor konkreten Sachen braucht man keine Angst zu haben“,
sagte Flake. „Es ist ganz einfach: Till steht da, ich steh dort. Wenn
ich keine Schmerzen haben will, stell ich mich woanders hin. In
Situationen, wo ich in der Lage bin zu handeln, ist Angst unnötig.
Dann hab ich auch keine.“ Mit der Situation auf der Bühne gehe er
zudem täglich um, so der Keyboarder. „Ich kenne das. Ich weiß auch,
wie es ist, wenn man sich verbrennt.“

In Flakes neuestem Buch „Heute hat die Welt Geburtstag“ nimmt der
Keyboarder seine Leser mit hinter die Kulissen der Rammstein-Shows
und überrascht mit teils intimen Details. Auf die Frage, ob seine
Bandkollegen deswegen wütend waren, sagte Flake: „Ja, die waren
sauer. Es ist aber immer jemand von uns sauer, wenn ein anderer aus
der Band mal etwas alleine macht.“ Auch er könne sich davon nicht
freimachen. „Ich glaube, das ist Eifersucht. Mir geht das nicht
anders, dazu stehe ich auch. Wenn einer von den anderen eine
Solo-Platte macht, finde ich die erstmal blöde, ohne mich ernsthaft
damit zu beschäftigen. Einfach nur aufgrund des Faktes, dass er sie
alleine gemacht hat.“ Deswegen verstehe er „jeden, der wegen des
Buches sauer“ auf ihn sei. „Aber wenn ich Angst vor Konfrontation
hätte, würde ich nicht bei Rammstein spielen“, sagte Flake.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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veröffentlicht von am 20. Okt 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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