NOZ: Olli Dittrich: Dittsche seit 28 Jahren im selben Bademantel





Olli Dittrich: Dittsche seit 28 Jahren im selben
Bademantel

Tournee wird ein „intensiver Crashkurs“ für das betagte Stück –
Entertainer bekommt immer wieder „unverlangt eingesandte Exemplare“ –
Privat verzichtet er auf Bademäntel

Osnabrück. Wenn TV-Kultfigur Dittsche in der Eppendorfer
Grillstation am Tresen und Olli Dittrich (62) ab Oktober in dieser
Rolle auf der Bühne steht, trägt er noch immer denselben Bademantel,
den der Entertainer 1991 im Schrank eines WG-Kumpels entdeckt hatte.
„Es gibt nur den einen“, sagte Dittrich der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“. Die anstehende Tournee werde ein „intensiver Crashkurs“ für
das betagte Stück, fürchtet der 62-Jährige: „Er ist schon an einigen
Stellen ziemlich morsch, vor allem am Kragen hinten innen ist er
richtig durchgewetzt und das Material brüchig. Bei einer
Gummidichtung würde man von Materialermüdung sprechen. Mein
zauberhafter Kostümbildner, der leider vor einigen Jahren verstorben
ist, hat ihn immer ganz vorsichtig aufgedampft und auf den Kragen
etwas aufgesetzt, das aber nur eingebügelt und nicht genäht werden
konnte. Das löst sich inzwischen auch langsam ab, da müssen wir vor
Tourstart ran.“ Immer wieder, so Dittrich werde er von Zuschauern mit
Adiletten und Bademänteln versorgt, „ganz nach dem Motto unverlangt
eingesandt“. Das sei einerseits natürlich großartig, andererseits sei
auch „allerhand krudes Zeug“ dabei gewesen. „Aber zwei oder drei von
ihnen haben den Charme und besonderen Witz des 50er-,
60er-Jahre-Decors. Und diese Mäntel haben wir natürlich aufgehoben.“
Privat hingegen verzichte er weitgehend auf Bademäntel, berichtete
Dittrich weiter: „Höchstens wenn ich mal in einem Hotel übernachte
und ich dort den Luxus eines Wellness-Bereichs vorfinde. Dann trage
ich zwischen den Saunagängen einen Bademantel. Ansonsten aber nicht.“
Auch in Sachen Alkoholkonsum unterscheidet sich Dittrich deutlich von
seiner Figur, die stets mit einer Plastiktüte voller Bierflaschen in
den Imbiss kommt. Im Gegensatz zu Dittsche trinke er „keinen Tropfen“
Alkohol. Vor der TV-Kamera und auf der Bühne habe er allerdings weder
Tee noch Apfelsaft, sondern alkoholfreies Bier in seinen Flaschen,
„weil es ja perlen muss“. Während der Tournee werde er damit
besonders vorsichtig umgehen: „Da muss ich darauf achten, dass ich
nicht einen Hobel nach dem anderen trinke und dann nach einer
Dreiviertelstunde dringend aufs Klo muss. Erst mal tausend Leute
warten lassen macht keinen schlanken Fuß.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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veröffentlicht von am 8. Jun 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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