NOZ: NOZ: Veganer Spitzenkoch Björn Moschinski: Habe früher mit Wonne Fleisch gegessen





Veganer Spitzenkoch Björn Moschinski: Habe
früher mit Wonne Fleisch gegessen

„Bravo“-Artikel brachte die Wende zur anderen Ernährung –
„Geschmack wird dominiert von Zubereitung, Röstaromen und Gewürzen“

Osnabrück. Der vegane Spitzenkoch Björn Moschinski (38) erinnert
sich noch gut an Zeiten, in denen er mit Wonne Fleischgerichte
verspeiste: „Ich habe die ersten zehn Lebensjahre in der DDR
verbracht, und bei uns war es so, dass wir uns am Wochenende bei der
Uroma getroffen haben – Großeltern, Eltern und wir. Und dann haben
wir zwei oder drei Stunden gegessen und es zelebriert, natürlich auch
mit Fleisch,“ sagte Moschinski der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Samstag).

Der Wendepunkt in seinem Leben sei gekommen, als er mit 14 Jahren
eine Ausgabe der Jugendzeitschrift „Bravo“ in die Hände bekam: „Da
gab–s einen Artikel über Tiertransporte, die damals wirklich grausam
waren. Ich war immer schon tierlieb, aber dieser Artikel machte mir
ganz deutlich bewusst, dass ich so etwas mit verursache, wenn ich
Fleisch esse. Ich habe es daraufhin sein gelassen, was für meine
Familie völlig okay war – meine Schwester hat mitgemacht, und meine
Mutter hat es unterstützt.“

Ein Jahr später sei er dann vom Vegetarier zum Veganer geworden,
der komplett auf tierische Produkte verzichte, sagte der 38-Jährige:
„Innerhalb eines Jahres sind mir viele Sachen aufgefallen. Zum
Beispiel bei einer Anti-Pelz-Demo, als mich ein Passant ansprach und
unter Hinweis auf meine Lederschuhe fragte, was denn der Unterschied
zwischen Leder und Pelz sei. Da musste ich realisieren: Es gibt
keinen Unterschied. Ich kann mich nicht mit Lederschuhen vor ein
Pelzgeschäft stellen und sagen, das gehört sich nicht.“

An Fleisch hat Moschinski dennoch immer noch positive
Erinnerungen: „Ich verzichte als Veganer nicht aufs Fleisch, weil–s
mir nicht geschmeckt hat – im Gegenteil: Ich habe sogar gerne Fleisch
gegessen. Aber ich habe eine ganz elementare Sache festgestellt: Der
Geschmack, den ich als Fleischgeschmack definiert habe, ist gar nicht
abhängig vom Fleisch.“ Wenn man ein Tier töte, ein Stück
herausschneide und es esse – das sei Fleischgeschmack, sagte
Moschinski. „Alles andere wird dominiert von der Zubereitung, den
Röstaromen und den Gewürzen.“ Deshalb gebe es für Veganer eine ganze
Reihe von Alternativen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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veröffentlicht von am 28. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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