NOZ: NOZ: Sven Regener identifiziert sich mit seinen Romanfiguren: Ich bin zu 37 Prozent Herr Lehmann





Sven Regener identifiziert sich mit seinen
Romanfiguren: Ich bin zu 37 Prozent Herr Lehmann

Autor und Musiker findet Musikmachen schöner als Schriftstellerei
– „Musik ist das Größte, was den Spaß betrifft“

Osnabrück.- Sven Regener, Autor der „Herr Lehmann“-Romane und
Mitglied der Indie-Rock-Band Element of Crime, kann sich mit all
seinen Romanfiguren identifizieren. Im Interview mit der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) erklärte Regener, er sei „zu 37
Prozent Herr Lehmann“. Dies gelte jedoch auch für seine anderen
Romanfiguren wie Karl Schmidt oder Chrissie. „Ich kann mich mit all
diesen Leuten identifizieren, so wie ich auch ins Theater gehen kann
und mich mit Hamlet identifizieren kann, obwohl ich kein dänischer
Prinz aus dem 15. Jahrhundert bin. Auch Shakespeare war das übrigens
nicht, und trotzdem konnte er darüber schreiben. Die Probleme
versteht man ja trotzdem“, sagte Regener.

Auf die Frage, was schöner sei, Schriftsteller zu sein oder
Musiker, sagte der in Bremen geborene Wahlberliner: „Musiker“. Zur
Begründung erklärte er: „Weil Musik schöner ist. Musik ist die Mutter
aller Künste, ist die geheimnisvollste Kunst und die rätselhafteste
und die am direktesten auf das Gefühl gehende, auch auf das eigene.
Sie können einen Song tausendmal spielen, und es ist jedes Mal wieder
gut und etwas Tolles. Wenn Sie ein Buch geschrieben haben, ist das
vorbei, das haben Sie geschrieben, das war–s.“ Dennoch wolle er auf
die Schriftstellerei nicht verzichten: „Wenn ich eine gute Idee habe
für einen Roman, ist es eine große Befriedigung und ein großes
Vergnügen, diesen Roman zu schreiben. Dann kann man sehr glücklich
sein, weil einem das gelungen ist“, sagte Regener.

In seiner 1985 gegründeten Band Element of Crime singt Regener,
spielt Gitarre und Trompete und verfasst den Großteil der Texte.
Zurzeit schreibe die Band „fröhlich traurige Songs“. Um traurige
Lieder zu schreiben, müsse man allerdings selbst nicht traurig sein,
betonte Regener im Interview mit der „NOZ“: „Man kann ja auch eine
Blumenwiese malen, ohne in dem Moment auf einer Blumenwiese zu
stehen.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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veröffentlicht von am 27. Jan 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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