NOZ: Benjamin Sadler: Klares Bekenntnis zu „Fridays for Future“





Benjamin Sadler: Klares Bekenntnis zu „Fridays
for Future“

Schauspieler: Es sollte sexy sein, ein kleines Auto zu fahren oder
auch keines – Soziale Medien findet der 48-Jährige langweilig

Osnabrück. Schauspieler Benjamin Sadler (48) hat ein klares
Bekenntnis zur Klimabewegung „Fridays for Future“ abgelegt: „Bei den
Veränderungen, die unserer Gesellschaft bevorstehen, finde ich es
wichtig, solche Bewegungen positiv zu konnotieren. In der
Werbesprache gesagt: Es sollte sexy sein, ein kleines Auto zu fahren
oder gar keines und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um dieses
seltsame künstliche Mangelgefühl zu verlieren, wenn man zum Beispiel
nicht dieses oder jenes Auto fährt“, sagte Sadler der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“.

Viele der nötigen Veränderungen in unserem Konsum- und Lebensstil
seien nicht unbedingt ein Verlust, sondern auch die Möglichkeit, eine
wesentliche Lebensqualität wiederzugewinnen, so der Schauspieler:
„Dass jetzt unsere Kinder auch im öffentlichen Raum ihr Recht in die
Hand nehmen, um auf unser aller Verantwortungen hinzuweisen, stimmt
mich zuversichtlich, dass wir was ändern können“, fügte der Vater
einer 17-jährigen Tochter hinzu.

Aus diesem Grund habe er als leidenschaftlich Reisender
mittlerweile ein „gespaltenes Verhältnis“ zur Fliegerei: „Ohne zu
fliegen könnte ich meinen Beruf in der Form nicht ausüben. Und wenn
ich weiter weg will, sind die alternativen Reisemöglichkeiten oft
zeitlich keine Option. Aber ich finde es sehr wichtig, dass sich
gerade das Bewusstsein für so etwas verändert. Wenn ich mich in
sieben von zehn Malen sehr bewusst für eine nachhaltige Form des
Reisens, der Fortbewegung, des Konsums oder Essens entscheide, dann
ändert sich was.“

Nur wenig anfangen kann der Schauspieler hingegen mit sozialen
Medien – die finde er zwar nicht schlimm, habe aber keinen
emotionalen Zugang dazu: „Viele der Inhalte sind weder interessant
noch unterhaltsam. Ich muss mir nicht von irgendjemandem zeigen
lassen, was er gerade zum Frühstück isst. Alles muss immer top
aussehen – egal, ob jemand an einer Trinkhalle in Essen eine
Currywurst fotografiert oder in Paris sein Essen in einem
Sterne-Restaurant. Diese sehr oft genormten hochpolierten Überflächen
finde ich leider sehr langweilig.“

Am Montag (14.10., 20.15 Uhr) ist Sadler im ZDF-Thriller „Ein
verhängnisvoller Plan“ zu sehen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 12. Okt 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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