NOZ: Anna Schudt: Kochen ist wie Kunst





Anna Schudt: Kochen ist wie Kunst

Schauspielerin schwärmt vom eigenen Risotto – Vegetarische
Ernährung gehört der Vergangenheit an – Emmy-Statue steht neben dem
Mixer

Osnabrück. Schauspielerin Anna Schudt (44) liebt es, am Herd zu
stehen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte die Emmy-Preisträgerin:
„Kochen ist ein total kreativer Prozess, den man eigentlich auf alle
Bereiche des Lebens übertragen kann: Welche Zutaten brauche ich, um
zu einem guten Ergebnis zu kommen? Und wenn etwas fehlt, wodurch kann
ich es ersetzen? Wenn man Zeit und Muße hat, ist Kochen wie Kunst.
Dann kann man–s auch noch essen, es schmeckt gut. Und danach ist es
weg, man muss es nicht aufbewahren, es staubt nicht ein und man
braucht keinen Setzkasten.“

Am liebsten ist die 44-Jährige allein in der Küche: „Ich finde es
schrecklich, beim Kochen abgelenkt zu werden. Dann kann ich keine
Kinder gebrauchen, die sich auf den Kopf hauen, oder einen Mann, der
jetzt was besprechen will. Dann müssen die tatsächlich rausgehen,
weil ich meine Ruhe brauche.“

Auch wenn sie die asiatische Küche bevorzugt, glänzt Schudt nach
eigener Meinung mit einem anderen Gericht: „Ich glaube, dass ich eine
sehr gute Risotto-Köchin bin.“ Das Geheimnis liege in der Brühe und
im Rühren: „Wie geduldig, wie liebevoll und in welche Richtung rührt
man? Da gibt–s zwar kein Rezept nach dem Motto, zehnmal nach rechts,
zehnmal nach links–, aber wenn man 20 Minuten rührt, spürt man genau,
wie der Reis quillt und die Brühe aufnimmt.“ Das Geheimnis eines
guten Risottos sei „der knackige Kern und das Schlonzige außen rum“.
Von vegetarischer Ernährung hat die Schauspielerin allerdings wieder
Abstand genommen: „Wir sind Vegetarier geworden, weil ich Fleisch in
meiner zweiten Schwangerschaft einfach eklig fand und nicht mehr
essen wollte. Ein halbes Jahr lang haben wir uns sogar vegan ernährt,
aber dann wurden wir so oft ausgeladen und haben zumindest gefühlt
den Leuten, die gerne kochen, so viele Probleme gemacht, dass wir es
wieder gelassen haben. Für uns hatte es eine anti-soziale Komponente.
Seit letztem Jahr essen wir auch wieder Fleisch.“

Auslöser für den Sinneswandel sei ihr Mann, der Schauspieler
Moritz Führmann, gewesen: „Mein Mann hat damals im Harz gedreht und
einen Metzger kennengelernt, der ein Wildschein geschossen hatte. Er
rief dann an und sagte: Ich muss heute ein Wildschwein-Steak essen.
Jawoll, hab ich ihm gesagt – und dann war–s vorbei mit dem
Vegetarismus. Allerdings sei sie der Meinung, „dass man nicht wahllos
und jeden Tag Fleisch essen sollte. Ich bin ein Fan des
Sonntagsbratens und ein Fan von nachhaltigem Fleisch. Es sind
schließlich Tiere, die man da isst – und die sollte man achten.“

In Schudts Küche lagert auch ihre bislang wertvollste Trophäe:
„Der Emmy steht in der Küche neben dem Mixer. Die Küche ist eben der
Raum, in dem wir zusammenkommen, und da steht er, wir können ihn
immer sehen. Ich hatte die Statue erst in meinem Raum, aber da blieb
sie nicht, weil meine Kinder sie lieben.“

Am kommenden Mittwoch (13.2.) ist Anna Schudt in einer neuen Folge
der ZDF-Reihe „Mordshunger“ als kriminalistisch begabte Köchin Britta
Janssen zu sehen. Dies sei für sie eine „Traumrolle“, sagte die
Schauspielerin.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 9. Feb 2019. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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