Nordische Filmtage: NDR Filmpreis für “Straße der Hoffnung” von Baldvin Z.





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Der Film “Straße der Hoffnung” (“Vonarstræti”) des isländischen
Regisseurs Baldvin Z. bekommt den diesjährigen NDR Filmpreis bei den
Nordischen Filmtagen Lübeck. Die Auszeichnung nahm am Sonnabend, 1.
November, stellvertretend für den Filmemacher der Darsteller
Thorsteinn Bachmann im Rahmen der Filmpreisnacht der 56. Nordischen
Filmtage entgegen. Durch die Gala führte NDR Moderator Yared Dibaba.
Der NDR Filmpreis ist mit 12.500 Euro die höchstdotierte Ehrung des
Festivals, das als einziges in Europa auf die Präsentation von Werken
aus dem Norden und dem Nordosten des Kontinents spezialisiert ist.
Insgesamt 18 aktuelle Produktionen aus den skandinavischen und
baltischen Ländern standen für den NDR Filmpreis zur Auswahl. Er geht
seit 1990 an “Spielfilme von besonderer künstlerischer Qualität”.

NDR Intendant Lutz Marmor: “Der diesjährige Gewinnerfilm des NDR
Filmpreises zeigt eindringlich, welchen Einfluss der wirtschaftliche
Niedergang Islands auf die Schicksale einzelner Menschen hatte.
Zugleich entführt er in ein Land, in das wir selten einen so
intensiven Einblick bekommen wie hier. Damit steht das Drama von
Baldvin Z. in bester Tradition der Nordischen Filmtage. Ich
gratuliere dem Gewinner sehr herzlich!”

Zur Jury des NDR Filmpreises gehörten in diesem Jahr die
Schauspielerin Victoria Trauttmansdorff, der Schauspieler Niklas
Osterloh, der Film- und TV-Produzent Christoph Thoke (Mogador Film),
die finnisch-deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin Kirsi
Liimatainen und die NDR Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus aus der
Abteilung Film, Familien und Serie. In der Jurybegründung zum NDR
Filmpreis 2014 heißt es: “Der Film sticht vor allem durch seine
ungewöhnliche, sehr besondere Schauspielleistung hervor. Eine
Geschichte, die durch eine tiefe Menschlichkeit in einer durchaus
kalten Gesellschaft fesselt. Ein dramaturgischer Bilderbogen, der
anmutet wie ein Roman, zeichnet dem Zuschauer verschiedene
Lebensentwürfe auf, die so ungewöhnlich wie ergreifend skizziert
sind.”

In “Straße der Hoffnung” erzählt Regisseur Baldvin Z. von drei
Menschen in Reykjavík, zwei Jahre vor der für Island verheerenden
Finanzkrise: Eine Alleinerziehende (Hera Hilmarsdóttir) kommt mit
ihrem Gehalt als Kindergärtnerin nicht mehr über die Runden und
arbeitet nachts als Callgirl. Ein einst erfolgreicher Autor
(Thorsteinn Bachmann) verfällt nach seiner Scheidung und dem Tod
seiner Tochter ganz und gar dem Alkohol. Ein ehemaliger
Fußballspieler (Thorvaldur Davíd Kristjánsson) versucht sich an einer
Karriere als Banker und gerät in den Strudel moralisch bedenklicher
Finanzgeschäfte. Die Schicksale der drei verknüpfen sich.

Das NDR Fernsehen zeigt noch bis zum 24. November anlässlich der
Nordischen Filmtage herausragende Spielfilme aus dem hohen Norden:
dänische, schwedische und norwegische Krimis, Sozialdramen und
skurrile Fernsehfilme. Darunter ist auch der im vergangenen Jahr in
Lübeck mit dem NDR Filmpreis ausgezeichnete Krimi “Der Nordwesten”
des dänischen Regisseurs Michael Noer – zu sehen am Montag, 10.
November, um 23.15 Uhr.

Pressekontakt:
NDR Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Telefon: 040 / 4156 – 2304
Fax: 040 / 4156 – 2199
i.bents@ndr.de
http://www.ndr.de

veröffentlicht von am 1. Nov 2014. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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