Next Digital Level – Let–s build the Media we want! Erfolgreiche Bilanz der 33. MEDIENTAGE MÜNCHEN (FOTO)





Medienmacher und -nutzer, Medienpolitik und -wirtschaft,
Individuen und Öffentlichkeit stehen in der digitalen Gesellschaft
vor eine Zeitenwende: Wenn Künstliche Intelligenz Medieninhalte
erstellt oder empfiehlt, wenn Software Nutzerdaten analysiert oder
Werbeplätze verkauft und wenn Informationsintermediäre wie Google
oder Facebook bestimmen, wer wann welche Informationen erhält, prägen
Algorithmen menschliches Verhalten. Das bedeutet für die vernetzte
Gesellschaft Chancen und auch Risiken. Im Rahmen der 33. MEDIENTAGE
MÜNCHEN wurde drei Tage lang darüber diskutiert, wie das von
digitaler Technologie geprägte Mediensystem der Zukunft aussehen
soll. Über 7.000 Besucher loteten bei Konferenz-Debatten und an
Expo-Ständen aus, wie die nächste Transformationsstufe der digitalen
Evolution unser Leben verändert – ganz nach dem Konferenz-Motto „Next
Digital Level – Let–s build the Media we want“.

Drei Tage lang wurde bei Europas größter Medien-Fachkonferenz
präsentiert und debattiert, wurden Studien referiert und
Best-Case-Szenarios vorgestellt, ethische Fragen diskutiert und
technologische Entwicklungen auf den gesellschaftlichen und
ökonomischen Prüfstand gestellt. Bei mehr als hundert
Einzelveranstaltungen kamen etwa 500 Expertinnen und Experten zu
Wort. Das Angebot reichte von der Keynote und der Panel-Diskussion
über Talk-Formate im Expo-Programm bis zum Workshop in der
Masterclass oder auf dem MedienCampus Bayern. Wie schaffen es Medien,
das Vertrauen, das sie als Multiplikatoren verdienen, wieder zu
stärken? Wie sollen die Medien der Zukunft aussehen? Und welche
Werte, welche digitale Ethik bilden die nicht verhandelbare Basis
unseres Mediensystems der Zukunft? Diese Fragen hatte Siegfried
Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
(BLM) und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der
Medien.Bayern GmbH, bei seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung
an die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer gerichtet. „Wie die
Medien in Europa ein Stück weit Souveränität zurückgewinnen können
und wie wir es schaffen, ein eigenes Ökosystem zu schaffen, um den
Wettbewerb mit den internationalen Giganten wieder aufzunehmen – das
war dieses Jahr der rote Faden, der sich durch viele Diskussionen
zog“, resümierte Siegfried Schneider am dritten Tag der MEDIENTAGE
MÜNCHEN. „Deutlich geworden ist: Die Medienmacher in Deutschland und
Europa wollen die Digitalisierung für sich nutzen und entsprechend
gestalten.“ Dabei gehe es nicht nur um ökonomische, sondern auch um
gesellschaftliche und moralische Werte.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hatte am ersten
Konferenztag die Richtung vorgegeben: Wer nicht selbst den Kurs
bestimme, sei gezwungen, am Ende nur passiv zuschauen zu können. Als
Risiken der aktuellen Entwicklung nannte der Ministerpräsident Hate
Speech sowie die sinkende Relevanz von Fakten in öffentlichen
Debatten. Um nicht zu einer „digitalen Kolonie“ von großen
US-Internetkonzernen zu werden, sollten europäische Unternehmen ihre
Kräfte bündeln. Söder ermunterte zu einer „Vernetzung der Systeme“,
um eine „gemeinsame, starke Platt-form“ zu schaffen. Außerdem
forderte er eine aktive statt eine „sich selbst verzwergende
Medienpolitik“. Zu den wichtigsten Referenten und
Diskussionsteilnehmern der 33. MEDIENTAGE MÜNCHEN zählten außer
Markus Söder auch Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann,
CSU-Generalsekretär Markus Blume, Staatsminister a.D. Prof. Dr.
Julian Nida-Rümelin, der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm, die
Radio-Bremen-Intendantin Dr. Yvette Gerner, ARD-Programmdirektor
Volker Herres, WDR-Programmdirektorin Valerie Weber, der
DJV-Vorsitzende Prof. Dr. Frank Überall, der Autor Juan Moreno sowie
die TV-Manager Conrad Albert (ProSieben-Sat.1 Media), Andreas Bartl
(RTL II), Susanne Aigner-Drews (Discovery), Katja Hofem (Joyn) und
Tanit Koch (Mediengruppe RTL Deutschland). Zu den Top-Speakern aus
dem Ausland gehörten James Farrell (Amazon Studios), Ralph Pighin
(Deezer), Steve Boom (Amazon Music), Petri Kokko (Google), Zeynap
Tufekci (Associate Professor UNC School) sowie Guillaume Klossa
(Sonderberater des für Digitaltechnik zuständigen Vizepräsidenten in
der EU-Kommission).

Das Konferenz-Programm der 33. MEDIENTAGE MÜNCHEN bot
Veranstaltungen in den Bereichen TV & Streaming, Journalismus &
Publishing, Audio & Radio, Medien & Netzpolitik, Werbung & Marketing
sowie Social Media. Mit dem R U Ready Summit des Media Lab Bayern
wurde erstmals eine eigene Innovationskonferenz organisiert.
Spitzenvertreter der jeweiligen Branchen trafen sich darüber hinaus
beim TV-Gipfel, beim Audio-Gipfel, beim Journalism Summit sowie beim
R U Ready Summit für die Startup-Branche. Hinzu kamen Specials zu den
Themen China, New Tech-nologies, Lokal-TV und Automotive sowie der
Europatag.

Die konsequente Fokussierung von Konferenz und Expo auf die
wichtigsten Veränderungen der einzelnen Mediensparten durch neue
Technologien sei von Tagungsteilnehmern und Messebesuchern gut
angenommen worden, bilanzierte Stefan Sutor, Geschäftsführer der
Medien.Bayern GmbH. Auch künftig werde es ein Markenzeichen der
MEDIENTAGE MÜNCHEN bleiben, technologische, ökonomische und
politische Herausforderungen des Medienwandels ebenso
interdisziplinär zu diskutieren wie journalistische oder ethische
Themen. Zu den Events der 33. MEDIENTAGE MÜNCHEN zählten die Nacht
der Medien im Haus der Kunst, die Expo-Party auf dem Messe-Areal
sowie die Siegerehrung des dreitägigen R U Ready Hackathons. Bei der
kongressbegleitenden Expo der MEDIENTAGE MÜNCHEN präsentierten fast
achtzig Aussteller auf mehr als 6.000 Quadratmetern Software und
Services aus den Bereichen Fernsehen, Hörfunk, Print, Online, Content
Management, Social Media, Virtual Reality, Start-ups und Recruiting.
Auf dem MedienCampus Bayern informierten sich während der drei
Kongresstage Nachwuchsjournalisten, Schüler und Studierende bei
Workshops, Vorträgen sowie an Info-Ständen über Branchentrends,
Startup-Firmen, Ausbildungswege und praktische Themen aus der
beruflichen Praxis.

Die 34. MEDIENTAGE MÜNCHEN finden vom 28. bis 30. Oktober 2020
statt.

Zusammenfassungen wichtiger Panel-Diskussionen, Bildmaterial sowie
Videomitschnitte erhalten Sie unter:
https://medientage.de/mediathek-2019/

Pressekontakt:
Medien.Bayern GmbH
Anja Kistler
Telefon: 089/68999250
Fax: 089/68999199
anja.kistler@medientage.de

Original-Content von: Medien.Bayern GmbH, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 25. Okt 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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