neues deutschland: Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow: „Ich bin ein Anti-Identitärer“





Mit »Die Unendlichkeit« veröffentlicht die Band
Tocotronic nach 25 Jahren Bandgeschichte in wenigen Tagen ihr neues,
»autobiografisches« Album. Für den Sänger und Gitarristen der Gruppe,
Dirk von Lowtzow (46), ist das Album nicht nur eine Erinnerung an
seine Jugend, die durch RAF-Fahndungsplakate und Friedensbewegung
bestimmt war, sondern auch eine Auseinandersetzung mit einer immer
rasanteren politischen Entwicklung. „Als das Album in der
Vorproduktion war, da hat noch niemand daran gedacht, dass z.B. Herr
Trump überhaupt Präsident würde werden können“, so von Lotzow im
Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues
deutschland“ (Samstagausgabe). Seine heutige politische Haltung würde
er mit einem Wort beschreiben: „Anti-identitär“. Er selbst sei seit
mehr als zehn Jahren Mitglied von Pro Asyl. „Deren Arbeit muss man
unterstützen. Das Recht auf Asyl, dafür lohnt es sich zu kämpfen. Das
ist eins der brennendsten Themen, leider auch der Gegenseite. Um so
schlimmer finde ich es, wenn dann von linken oder linksliberalen
Leuten gesagt wird: Man muss mit Rechten reden.“

Die Rockband Tocotronic wurde 1993 in Hamburg gegründet. Der
Bandname ist abgeleitet von einer japanischen Spielkonsole namens
Tricotronic, einem Vorgänger des Game Boy.

Pressekontakt:
neues deutschland
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veröffentlicht von am 19. Jan 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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