neues deutschland: Schauspieler Ulrich Matthes zur Festlegung auf Rollen: “Wünsche werden selten erhört”





Der Schauspieler Ulrich Matthes (58) hat in seinem
Leben so gut wie alle große Rollen am Theater gespielt und dabei die
verschiedensten Charaktere verkörpert. In dem Thriller “Die vermisste
Frau” (ARD, Freitag, 20.15 Uhr) spielt Matthes einen Auftragskiller,
der seinem Opfer (Corinna Harfouch) emotional zu nahe kommt. Dass er
im Fernsehen auf die Rolle des Bösewichts festgelegt sei, störe ihn
nicht, sagt der Berliner Schauspieler im Interview mit der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung “neues deutschland” (Freitagausgabe). “Mir
geht es immer um Wahrhaftigkeit für mich, die Figur und ihr Spiel.”
Allerdings habe er auch wenig Einfluss darauf, welche Rollen ihm im
Fernsehen angeboten werden. “Man kann Wünsche äußern, das tue ich
auch. Sie werden aber selten erhört, weil Regisseure Rollen am Ende
gemäß ihrer Vorstellung besetzen. Am Ende vieler Arbeiten wird mir
zum Beispiel immer versichert, wie lustig ich sei und wie gern sie
mal eine Komödie mit mir machen würden. Ich sag dann immer: mach
doch! Und warte. Und warte. Das ist auch die Crux von Christoph Waltz
in “Inglorious Basterds” – fantastische Figur, aber seither spielt er
sie immer und immer wieder. Ein Dilemma.”

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veröffentlicht von am 1. Feb 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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