neues deutschland: Künstler Scott Holmquist: Umstrittene Ausstellung über Drogendealer ist “nüchtern und sachlich”





Im Berliner Friedrichshain-Kreuzberg-Museum wird an
diesem Dienstag die umstrittene Ausstellung “Andere Heimaten” über
Drogendealer im öffentlichen Raum eröffnet, eine Arbeit des
US-amerikanischer Konzeptkünstlers Scott Holmquist. Im Interview mit
der in Berlin erscheinenden Tageszeitung “neues deutschland”
(Dienstagausgabe) widerspricht der Künstler den Vorwürfen: Die
Ausstellung glorifiziere Drogendealer zu keinem Moment. “Sie ist, im
Gegenteil, sehr nüchtern und sachlich.” Unterteilt sei die Schau in
drei Bereiche: Zunächst werden Medienbilder von Drogenhändlern
dokumentiert: “Sie sollen als Spiegel der gesellschaftlichen und
kollektiven Wahrnehmung des Themas dienen.” In einem zweiten Teil
kommen die Betroffenen selbst zu Wort. “Der Besucher”, so Holmquist,
“findet dort, völlig wertneutral, Informationen über den Menschen
hinter dem Drogendealer, seinen Herkunftsort und darüber, wie er sich
als Körper durch den Raum nach Berlin bewegt hat.” Am Ende steht ein
digitales Reiseportal, Zielorte sind die Herkunftsländer der Dealer.

Holmquist bezeichnet die Ausstellung als “künstlerisches Narrativ,
das etablierte Denkmuster aufbrechen will”. Zu Unrecht sei das Bild
des Dealers in der Öffentlichkeit “sehr eng verknüpft mit
rassistischen Motiven, Bildern und besorgniserregenden
Argumentationsketten”.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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veröffentlicht von am 20. Nov 2017. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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