neues deutschland: Grimmsches Wörterbuch vor dem Aus? – BBAW-Präsident Stock versichert Fortführung unter Dach des Digitalen Wörterbuchs





Die Arbeit am „Deutschen Wörterbuch“ (DWB), das
Mitte des 19. Jahrhunderts von den Gebrüdern Jacob und Wilhelm Grimm
begründet worden und nach ihrem Tod an der Preußischen Akademie und
deren Nachfolgeinstitutionen fortgeführt wurde, wird in der
bisherigen Form zu Ende dieses Jahre eingestellt. Es soll, wie
Professor Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen
Akademie der Wissenschaften (BBAW) und Präsident der Union Deutscher
Akademien der Wissenschaften, in einem Exklusiv-Interview für die
Tageszeitung „neues deutschland“ (Freitagausgabe) erläutert,
innerhalb des Digitalen Wörterbuches der Deutschen Sprache (DWDS)
fortgeführt werden. „Das hat sehr viele Vorteile, unter anderem, dass
digitale Wörterbücher rascher zu aktualisieren sind als
Printausgaben.“

Sprachforscher befürchteten eine Einstellung des DWB und
protestierten in den letzten Monaten in Schreiben an die BBAW.
Hartmut Schmidt, Wissenschaftlicher Projektleiter des DWB
(Neubearbeitung), bangt, ob es gelingen wird, wenigstens die
wichtigsten Stichwörter der noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden
Teile des DWB, von H bis R und ganze Abschnitte anderer Wortstrecken,
an den heute möglichen Forschungsstand heranzuführen. In „neues
deutschland“ versichert Stock jedoch: „Was noch zu machen ist wird
gemacht… Was neu hinzukommen muss, wird berücksichtigt. Aber wir
können nicht alles immer wieder neu fassen. Da werden wir nie
fertig.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

veröffentlicht von am 22. Nov 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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