neues deutschland:Ägyptische Filmemacherin Amal Ramsis: „Schlimmste Phase der Zensur seit langem“





Die ägyptische Filmemacherin Amal Ramsis hat wie
viele ihrer Landsleute 2011 auf dem Tahrir-Platz protestiert und die
Revolution gefeiert. In Ägypten war die Zensur kurz danach
durchlässiger geworden. Auch für den politischen Dokumentarfilm.
Heute ist das Land wieder fest in den Händen des Militärs. Der
ägyptische Film erlebe gerade die schlimmste Phase der Zensur seit
langem, sagt die Leiterin des Frauenfilmfestivals in Kairo im
Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues
deutschland“ (Donnerstagausgabe). „Es gibt so gut wie keine
Neuproduktionen. Ein, zwei nicht kommerzielle Filme dieses Jahr
höchstens, aber die sind handwerklich schlecht gemacht.“

Allgemein sei die Lage für kritische Filmemacher im arabischen
Raum derzeit alles andere als hoffnungsvoll, so Ramsis weiter. Das
gelte auch für Saudi Arabien. Die Ankündigung des saudischen
Kronprinzen Mohammed Bin Salman, das ganze Land mit Kinos zu
versorgen, bedeute nicht, dass es jetzt „auch den unabhängigen
arabischen Film“ im Land zu sehen geben werde.

Amal Ramsis wurde in Europa unter anderem durch ihren 2011
gedrehten Dokumentarfilm „Forbidden“ bekannt, in dem sie über den
Aufstand der Menschen in Ägypten gegen das Mubarak-Regime berichtet.

Pressekontakt:
neues deutschland
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veröffentlicht von am 12. Apr 2018. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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