Neuerscheinung: Gedichtband“Das große Omega“von Wilhelm Riedel





Wilhelm Riedel begibt sich in seinem Gedichtband „Das große Omega“ auf Spurensuche: Mit wissenschaftlicher Präzision spürt er dem Anfang und dem Ende, dem Zufall und dem Gültigen nach. Physik und Physis, Informatik und Biologie, Politologie und Medizin, Mathematik und Ethik, aber auch Metaphysik und Mythologie: Jede Disziplin wird für seine lyrische Forschung herangezogen und urbar gemacht.

Der Literaturwissenschaftler und Philosoph Riedel nutzt seinen interdisziplinären Ansatz zur Betrachtung der kleinen und großen Phänomene des Lebens. Das Alphabet dient ihm zur Gliederung seiner Reflexionen: Von „A wie Alpha bis Z wie Zufall“ buchstabiert er so seine Betrachtungen der Welt.

Seine Arbeit als Lehrer für Latein, Deutsch, Literatur und Philosophie sowie seine Mitarbeit in kommunalen und gewerkschaftlichen Gremien haben seine persönliche Epistemologie geprägt. So klingt in jedem seiner Verse die Frage nach der Möglichkeit, den Voraussetzungen und den Prozessen von Erkenntnisgewinn und Wissen an.

Sicherheiten gibt es in dieser Welt keine, jede oberflächliche Wahrnehmung verbirgt weitere Schichten. Wie ein Archäologe der Bedeutung versucht Riedel in seinen Gedichten die verschiedenen Ebenen freizulegen und den Blick auf die tieferen Schichten zu öffnen. Die Exaktheit der Gedanken gepaart mit der sprachlichen Artistik dient ihm als Handwerkszeug bei dieser Filigranarbeit. So schafft es der Schriftsteller, der in Düsseldorf und Groß-Zimmern lebt, dem Leser eine faszinierende Welt zu präsentieren, die nicht nur für Wissenschaftler neue Erkenntnisse bereithält.

In der zweiten Jahreshälfte sind bereits verschiedene Lesungen in Düsseldorf geplant, unter anderem in der Literaturkneipe DESTILLE, im Literaturcafé Modigliani und in der Stadtbücherei. Die Veranstaltungen werden rechtzeitig in der Lokalpresse sowie im Internet angekündigt.

Leseprobe:

Empfang

Das ist ein Receiver,
Tuner und Verstärker,
in einem Gehäuse,

und ein Sender,
der Lieder ausstrahlt.
Meine Ohren erkennen

in den Tönen ein Gebet
zu dem, der höher ist
als alle Vernunft.

Ich suche die Strahlen,
elektromagnetisch,
mit ihren Signalen,

sie beleben den Glauben,
dass ich getragen werde
von gütigen Händen.

Der Autor:

Wilhelm Riedel, geboren in Darmstadt, studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. Er arbeitete als Lehrer für Latein, Deutsch, Literatur und Philosophie. Darüber hinaus wirkte er an politischen Diskussionen und Entscheidungen in kommunalen und gewerkschaftlichen Gremien mit. Seit 1977 veröffentlichte er seine Lyrik und erzählende Prosa u. a. in 24 Einzelbänden. 2010 erschien in der Reihe Poesie 21 sein Gedichtband „Das Spiegelbild im andern“.

veröffentlicht von am 7. Mai 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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