Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar zu Eurovision Song Contest
Tolle Show
ANNE-LENA JASCHINSKI





Was musste sich Düsseldorf nicht alles anhören
als der Song Contest unaufhaltsam näher rückte. Dorf-Disco. Stadt
ohne Wahrzeichen. Bevölkert von überschminkten Millionärsgattinnen
mit Schoßhündchen. Jeder Patzer wurde genüsslich in voller Bandbreite
auseinander genommen. Das eingeschummelte “w” an falscher Stelle beim
Schulen-Aktionstag, überhaupt die Rechtschreibfehler in den
englischsprachigen Broschüren und dann auch noch Ton-Probleme im
ersten Halbfinale. Das alles sei doch einem Großereignis wie dem
Eurovision Song Contest nicht würdig. Doch die Landeshauptstadt
wusste, dass sie das beste Konzept für die Veranstaltung eingereicht
hatte. Klotzen, nicht Kleckern, so die Devise. Genau so eine
Einstellung ist beim ESC angebracht. Immerhin schaut ganz Europa nach
NRW. Allein die 35.000 Zuschauer, die das Finale live in der Arena
verfolgten, waren das zweitgrößte Publikum in der Geschichte des
Grand Prix überhaupt. Sie bekamen einen Song Contest geboten, wie er
organisatorisch nicht besser hätte verlaufen können. Eine perfekte
Show im wohl größten Fernsehstudio der Welt, überall freundlich
lächelnde Helfer und ein nicht ganz abwegiger Lokalpatriotismus.
Natürlich gab es auch viel überflüssiges Tam-Tam. Man gastierte ja
schließlich in Düsseldorf.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

veröffentlicht von am 15. Mai 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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