Neue OZ: Kultur-Kommentar





Am Ort des Exils nicht vergessen

Das Haus, in dem sich Felix Nussbaum und Felka Platek vergeblich
vor ihren Verfolgern zu verbergen suchten, steht seit Jahren nicht
mehr. Umso wichtiger ist nun die Verlegung der beiden
“Stolpersteine”, mit denen der letzte Wohnort auch dieser beiden
Opfer des Holocaust kenntlich gemacht wird. Wie die anderen
“Stolpersteine” sind nun auch die für Nussbaum und Platek kleine
Störstellen im Alltag. Sie markieren Schauplätze des Unrechts, geben
zugleich den oft lange vergessenen Opfern ihren Namen zurück, und
ihren Ort in den Städten, in denen sie als Mitbürger lebten.

Das Brüsseler Gedenken ist einer lokalen Initiative zu verdanken.
Ihr Engagement zeigt, dass Nussbaum auch am Ort seines letzten Exils
nicht vergessen ist. Das ist eindrucksvoll. Weiter als jeder
“Stolperstein” reicht hingegen eine Erinnerung, die sich im kreativen
Umgang mit Nussbaums Werk manifestiert. In Ausstellungen und
Kunstprojekten muss Nussbaum immer wieder befragt werden. Damit
erfüllt sich, was er sich wünschte, mit seinen Bildern weiterzuleben.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

veröffentlicht von am 21. Jul 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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