Neue OZ: Kommentar zu Rückgabe von Raubkunst





Für die Rückgabe

Im Zweifel für die Rückgabe: In der kniffligen Frage der Raubkunst
haben die Bonner Museumsleute die richtige Entscheidung getroffen.
Auch dann, wenn leichte Zweifel bleiben, sollten Kunstwerke eher an
die Erben jüdischer Vorbesitzer zurückgegeben werden, als sie im
Museumsbesitz zu belassen. Es wäre umgekehrt unerträglich, Exponate
von zweifelhafter Herkunft weiter dem Publikum zu präsentieren.

Die Bonner Entscheidung wird auch deshalb leichtgefallen sein,
weil das restituierte Bild sicher nicht zu den Spitzenwerken der
Sammlung gehört. Bei den derzeit noch laufenden Rückgabebegehren
sieht die Sache anders aus. Bei Exponaten aus Museen in Köln,
Düsseldorf und München geht es um Werke von höherer Qualität. Aber
die Option der Rückgabe muss Vorrang haben , auch wenn ein Museum
womöglich auf beste Exponate zu verzichten hat. Die betroffenen
Häuser verhalten sich derzeit korrekt. Sie forschen selbst nach der
Herkunft fraglicher Exponate. So gehört es sich.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 12. Apr 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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