Neue OZ: Kommentar zu Prozesse / Kunst / Niederlande





Stoff für eine Klamotte

Die Kunst schreibt die schönsten und zugleich bizarrsten
Geschichten. Sie taugen zum großen Kino – und das nicht nur mit
Filmen, die von van Gogh oder Picasso handeln. Der Kunstfund von
München liefert den Stoff für einen Reißer, der Kunstraub von
Rotterdam die Vorlage für eine Klamotte. Kriminelle Energie spielt in
beiden Fällen eine zentrale Rolle. Doch nur beim Rotterdamer Raub
kommt auch jenes Maß an trauriger Skurrilität hinzu, das aus dem
Krimi eine Pleiten-Pech-und-Pannen-Geschichte macht.

Ein Museum, das seine Exponate kaum sichert; Diebe, die angeblich
nicht wissen, was sie da eigentlich klauen; Ermittler, die eine
Festnahme vermasseln; und eine Mutter, die Meisterbilder aus Angst
vor Entdeckung im heimischen Ofen verbrannt haben will – geht es noch
toller? Das klingt nach der blödesten Klamotte der Kinogeschichte.
Oder nach der Hochzeit von Fahrlässigkeit und Skrupellosigkeit.
Tragische Figuren sind nur die Bilder. Kostbarkeit wird ihnen zum
Verhängnis. Grund genug, sie besser zu hüten.

Stefan Lüddemann

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 26. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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