Neue OZ: Kommentar zu Musik / Oper





Die bayerischen Italiener

München bestätigt seinen Ruf als nördlichste Stadt Italiens: Die
Hauptstadt-Bayern geben dem Opern-Übervater aus Parma den Vorzug vor
dem sächsischen Gesamtkunstwerkler. Die späte Rache des Volkes für
die übertriebene Wagner-Verehrung Ludwig II.? Der „Kini“ hat
schließlich mit seinem Geld den ganzen Wagner-Wahn möglich gemacht.

Auf der nach oben durch Bayreuth begrenzten Wagner-Skala rangiert
München, knapp unter der Festival-Wallstadt. Möglicherweise erklärt
auch das den Münchner Trotz: Das oberbayerische Millionendorf
missgönnt der oberfränkischen (!) Wagnerweltstadt den Spitzenplatz.
Denn nichts hassen die Münchner mehr, als Zweiter zu sein.

Dann lieber gleich Verdi; übers Wochenende fährt der Münchner ja
auch lieber an den Gardasee als ins Fichtelgebirge. Der Münchner
pflegt seine italianità, entscheidet er sich damit für die
Leidenschaft und gegen das Leitmotiv? Nein. Manche Fragen soll man
einfach nicht stellen. Lohengrins Elsa hätte das gewusst, leider auch
erst im Nachhinein.

Ralf Döring

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 30. Jun 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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