Neue OZ: Kommentar zu Musik / Feste





Spielwiese und Experimentierfeld

Festspiele dürfen, was in der Tagesroutine regulärer Spielpläne
immer zu kurz kommt: Sie dürfen experimentieren. Unter dem Dach des
Festivals treffen sich Musik mit Malerei und Jazz mit Klassik zum
heitern Plausch, wird Gegensätzliches zusammengeschmiedet, auch wenn
es dabei heftig knirscht. Theater und Konzertspielpläne bieten
hingegen ein gewisses Maß an Sicherheit: Nicht jeder Zuschauer der
Abo-Reihe Blau ist scharf darauf, beim Regietheater- oder
Konzertspektakel durch die Keller einer Industriebrache zu kriechen.
Doch werden auch die etablierten Betriebe nicht ums Experiment
herumkommen. Gerade die klassische Abo-Konzertreihe tut sich schwer,
neue Formate zu erfinden und dem Publikum schmackhaft zu machen. Umso
wichtiger sind Festspiele wie das Bonner Beethovenfest als Spielwiese
für Neues. Sie können, sollen der Impulsgeber sein: für neue Inhalte,
spannende Mixturen, neue Darbietungsformen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

veröffentlicht von am 31. Aug 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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