Neue OZ: Kommentar zu Musik





Zwei Konzerte und Dinner for One

Selbst am letzten Tag des Jahres bleiben dem Klassikfreund
schwerwiegende Entscheidungen nicht erspart: In der ersten Reihe
sitzen bei den Berliner Philharmonikern und dem jugendlichen Dudamel
oder gut sehen mit der Dresdner Staatskapelle und dem
traditionsbewussten Thielemann?

Normalerweise spielt klassische Musik im Fernsehen so gut wie
keine Rolle. Da mutet es wie ein schlechter Witz an, dass sich an
Silvester zwei große Orchester um Zuschauer balgen. Woher dieses
finale Interesse? Nun, offenbar scheint sich das Jahr nur mit Geigen,
Pauken und Trompeten würdig beschließen zu lassen.

Genauso beginnt es ja nur würdig mithilfe der Wiener
Philharmoniker und Musik der Dynastie Strauss. Das aber konkurrenzlos
am Neujahrsmorgen. Was aber das Silvesterproblem nicht löst – die
Qual der Wahl bleibt. Fest steht nur, dass um 19 Uhr der symphonische
Zauber in jedem Fall vorbei ist, und das ist gut so: Dann kann man
umschalten auf die Dritten zu „Dinner for One“. Da wird man einmal
mehr daran erinnert, wie man auch in extremen Umständen seine Würde
bewahrt.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

veröffentlicht von am 20. Dez 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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