Neue OZ: Kommentar zu Merowingerzeit





Futter für Forscher

Solche Funde lassen die Wissenschaft jubeln. Gleich eine ganze
Siedlung, dazu noch eine nicht neuzeitlich überbaute, gestatten ganz
andere Rückschlüsse auf eine vergangene Epoche als vereinzelte
Überreste. Textilhandwerk, Keramik oder Wehrhanlagen erzählen viel
über die Lebensweise und Kultur der Merowinger, die dort gelebt
haben. Sie liefern neue Indizien für die These, dass die
Merowingerzeit vielleicht gar nicht so mittelalterlich düster,
“barbarisch” und unzivilisiert war, wie lange angenommen wurde.
Spannend ist auch die Tatsache, dass das Gebiet vor den Merowingern
als römisches Übungslager benutzt worden war. Auch hier werden
Forscher danach suchen, inwieweit die Merowinger römische Kultur
übernommen oder gar und weiterentwickelt haben. Auch dies würde den
angeblich so tiefen Kulturbruch zwischen Spätantike und
Frühmittelalter ein wenig einebnen. Ein bisschen profan mutet es an,
dass in Kürze auf der Grabungsstelle nun doch eine neuzeitliche
Überbauung wächst: Einzel- Doppel- und Reihenhäuser sollen dort
entstehen. Auf welche Form von Kultur die wohl dereinst mal schließen
lassen?

Christine Adam

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 21. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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