Neue OZ: Kommentar zu Literatur / Medien / Ingeborg-Bachmann-Preis





Kleinod gerettet

Der Protest hat sich gelohnt: Das Wettlesen um den Bachmann-Preis
in Klagenfurt geht auch im nächsten Jahr weiter. Ein Kleinod im
Literaturbetrieb ist damit gerettet. Denn bei diesem Wettbewerb sind
Jury und (Fach-)Publikum auf nichts Weiteres als auf den Text
fokussiert – und das alles ist live im Fernsehen zu verfolgen.

Nicht nur die Autoren wagen sich mit ihrem bisher
unveröffentlichten Text ins Rampenlicht und setzen sich der Kritik
vor großem Publikum aus. Die Jury wagt sich selbst aus der „Deckung“,
legt ihre Wertungskriterien dar und zeigt sich mitunter auch fehlbar.
Für die einen Beobachter ist der einst mit provokanten Texten
bestückte Wettbewerb nun ein „biederes Vergnügen“, für die anderen
„Kult“: Die Kritik an der Kritik gehört eben auch zum Ritual in
Klagenfurt.

Die meisten Gewinner konnten sich jedoch mit dem Gütesiegel
„Bachmann-Preis“ einen festen Platz in der deutschsprachigen
Literaturszene erobern. Katja Petrowskaja kann diesen Weg nun
glücklicherweise als Bachmann-Preisträgerin ohne den traurigen Zusatz
„die letzte“ antreten.

Elke Schröder

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 7. Jul 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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