Neue OZ: Kommentar zu Literatur / Auszeichnungen





Dabei sein ist alles

Nun ist die “Longlist” des Deutschen Buchpreises doch wieder eine
gute Mischung aus Werken von Altmeistern, bekannten und unbekannten
jüngeren Autoren. Kein Kurswechsel also zum reinen Wettbewerb für
jüngere Autoren. Dabei hätte man das durchaus erwarten können. Die
Kritik renommierter Schriftsteller an der stufenweisen Juryauswahl,
von 20 auf 6 Titel, hat in diesem Jahr noch einmal an Schärfe
gewonnen: Büchner-Preis-Träger Wilhelm Genazino will seine Werke
nicht mehr für den Wettbewerb einreichen lassen. Er sieht im
Verfahren einen “Missbrauch der Autoren”. Dagegen können seine
Kollegen Sten Nadolny und Bodo Kirchhoff offenbar mit einem
sportlichen “Dabei sein ist alles” leben.

Die Nominierung ist eine Auszeichnung, die Liste eine Chance:
sechs Wochen erhöhte Aufmerksamkeit für 20 neue Romane. Das ist
heutzutage, auch wenn man es sich für die Literatur anders wünscht,
fast schon eine Ewigkeit.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 15. Aug 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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