Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Kulturhauptstadt / Still-Leben





Nachhaltigkeit

Die Welt hat ein Party-Format mehr: das „Still-Leben“, für das ein
Autobahnabschnitt zur Kultur-Partymeile wird. Die Ruhr-2010-Erfindung
hat das Zeug zum Exportschlager: Hattenbacher Dreieck, Irschenberg
oder Elbtunnel stehen als Knotenpunkte des deutschen Autobahnnetzes
den Strecken im Ruhrgebiet in nichts nach und sind damit
prädestiniert als Location für ähnlich gelagerte Spektakel.

Nun bleibt damit zwar die Einmaligkeit des Kulturfests auf der
Strecke, wird der positive Ausnahmezustand zur drögen Regel. Aber ein
Erfolg beweist sich offenbar erst in seiner Wiederholbarkeit: Deshalb
erwarten wir von Lena Meyer-Landrut weitere Siege beim
Schlager-Grand-Prix, deshalb lechzen wir nach Fußball-Sommermärchen,
deshalb muss die an sich nette Idee des Still-Lebens ihren Wert ein
zweites, drittes, x-tes Mal unter Beweis stellen.

Aber die Kulturhauptstadt will ja auch kein einmaliges
Event-Feuerwerk abfackeln, sondern Nachhaltiges schaffen. Das
Ruhrgebiet sollte sich deshalb schon mal das Copyright sichern für
den Fall, dass das „Still-Leben“ zum Exportschlager wird.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

veröffentlicht von am 19. Jul 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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