Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Internet





Zu klein für ein Portal

Niedersachsen eröffnet ein Kulturportal, und kaum einer macht mit.
Das Konzept einer digitalen Datenbank für Kunstschätze und
Archivalien überzeugt grundsätzlich. Problematisch erscheint jedoch
ein Start mit gerade einmal sieben Museen, Archiven und Bibliotheken.
So wichtig diese Einrichtungen sein mögen, sie können das Kulturland
Niedersachsen nicht allein repräsentieren. Das Defizit sollte
unbedingt behoben werden. Und das nicht nur im Hinblick auf
Niedersachsen. Öffentlich unterhaltene Portale hinken den gleichen
Formaten etwa des Internetriesen Google schon jetzt hoffnungslos
hinterher. Tempo und Initiative sind gefragt, um die Antwort auf die
Frage, in welcher Form Kulturinhalte künftig digital zur Verfügung
stehen, nicht nur Konzernen zu überlassen.

Die spannende Zukunftsfrage: Werden Museums- und Kulturportale den
Weg zu den originalen Exponaten weisen oder dazu beitragen, dass sich
das digitale Duplikat vor das Original schiebt und dessen Wahrnehmung
verzichtbar erscheinen lässt? Dabei eröffnen die Exponate als mediale
Träger eigene Möglichkeiten, die durch Datenbanken nicht ersetzbar
sind. Das Bewusstsein dafür sollte wach bleiben, auch in der
digitalen Epoche.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 24. Apr 2012. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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