Neue OZ: Kommentar zu Berliner Philharmoniker





Jung und sexy

Die Ehe kriselt, die Neue ist jung und sexy: Das hat schon mancher
Ehe das Ende bereitet. Die Frage ist nur, ob man sich auf ein
halbwegs würdiges Ende einigen kann. Die Berliner Philharmoniker
haben sich anders entschieden: Ihr Abschied aus Salzburg kommt einer
Scheidung ohne Mitspracherecht für den Verlassenen gleich. Fein ist
das nicht.

Dabei wirft die Trennung ein bezeichnendes Licht auf die
Osterfestspiele im Speziellen und die Festivallandschaft im
Allgemeinen: Als Karajan das Festival gründete, schuf er einen
Solitär, hochkarätig und exklusiv. Mittlerweile sind neue
Konzerthäuser und Festivals auf den Plan getreten, und die Berliner
Philharmoniker operieren längst nicht mehr nur mit den Mitteln der
Musik, sondern immer perfekter mit denen des Marketings. Kurz: Die
Musikwelt ist eine andere geworden.

Teure Karten und Exklusivität reichen da nicht mehr als
Legitimation. Stattdessen setzen gerade die Berliner Philharmoniker
auf neue Formate und Publikumsschichten. Wie erfolgreich sie damit
sein werden, steht noch in den Sternen. Aber die frische Geliebte
verspricht die bessere Wahl zu sein für den Weg in die Zukunft.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

veröffentlicht von am 15. Mai 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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