Neue OZ: Interview mit den Schauspielern Jan Josef Liefers und Axel Prahl





Jan Josef Liefers will in Münster
Wiedertäufer-Käfige

Drehbuchidee für künftigen „Tatort“ – Ein mundgeblasenes Fahrrad
für Boerne? – Axel Prahl nimmt dem Format seinen Realitätsbezug nicht
ab

Osnabrück.- Jan Josef Liefers, Darsteller des Rechtsmediziners
Carl-Friedrich Boerne, hat kurz vor der der Ausstrahlung des 25.
Münster-„Tatorts“ (13. April) neue Ideen für künftige Folgen
geliefert: „Einer meiner Lieblingsanfänge für den Münster-,Tatort–,
zu dem es bislang leider noch nicht gereicht hat, ist, dass Thiel und
Boerne in den Wiedertäufer-Käfigen oben an der Lambertikirche
aufwachen und nicht wissen, wie sie dahin gekommen sind. Das wär doch
mal was,“ sagte Liefers der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Samstagausgabe).

Auch für seine Figur kann sich Liefers Änderungen vorstellen –
allerdings nur unter gewissen Bedingungen: „Wir haben schon ein paar
Mal darüber geredet, ob Boerne nicht auch Fahrrad fahren sollte.
Eigentlich könnte er mit allem fahren, aber aus der Gattung der
Fahrräder müsste es schon ein mundgeblasenes Exemplar sein.“

Eine Veränderung gibt es schon in der aktuellen Folge „Der Hammer“
– Boerne trägt einen Kurzhaarschnitt, der allerdings nicht von Dauer
sein soll. Liefers: „Das war der Not geschuldet, die Alternative wäre
eine Perücke gewesen. Ich hatte vorher einen Kinofilm namens
,Desaster– gedreht, in dem ich eine Glatze haben musste. Und Haare
wachsen eben nur einen Zentimeter pro Monat.“

Sein Filmpartner Axel Prahl, im Münster-„Tatort“ Darsteller des
Kommissars Frank Thiel, forderte in dem Gespräch, den ARD-Krimi nicht
zu ernst zu nehmen: „Dieser Realitätsbezug, den der ,Tatort– immer
vorgibt zu haben, nehme ich ihm eh nicht ab, deshalb finde ich diese
komödiantische Richtung viel passender. Jeder Polizist lacht sich
tot, wenn er den ,Tatort– sieht – also: wenn schon, dann überzeichnen
und nicht so ganz ernst nehmen.“

Warum dies in Münster besonders gut funktioniert, erklärte
wiederum Liefers: „Hier ist man dafür viel dichter an den Menschen,
die Fälle sind nachvollziehbarer und familiärer. Das ist nicht das
ganz große Verbrechen, sondern die eifersüchtige Tante oder der
Freak, der keinen Puff in seiner Nachbarschaft will. Hier kann man
Geschichten machen, die schrulliger und vielleicht auch ein bisschen
popeliger sind als in Berlin oder New York, die aber dafür auch viel
mehr berühren. Da kann man dann auch den komischen Aspekt viel besser
bedienen.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

veröffentlicht von am 5. Apr 2014. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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