Neue geologische Analyse untermauert Wahrscheinlichkeit, dass das Grab von Jesus gefunden wurde





ine vor kurzem abgeschlossene Studie
eines israelischen Geologen hat die Wahrscheinlichkeit wesentlich
untermauert, dass ein antikes Grab am Stadtrand von Jerusalem die
letzte Ruhestätte von Jesus von Nazareth und seiner Familie ist.

Die neuen Untersuchungsergebnisse von Dr. Aryeh Shimron knüpfen
anhand seines chemischen „Fingerabdrucks“ eine Verbindung zwischen
einem als Ossuar bezeichneten Knochenkasten oder Beinhaus mit der
Inschrift „Jakobus, Sohn des Joseph, Bruder von Jesus“, und einem
Grab, das in einem Rosengarten zwischen einer eher unscheinbaren
Apartmentgruppe in Talpiot, einem Vorort Jerusalems, liegt. Das
während der Bauphase im Jahr 1980 entdeckte Grab beherbergte eine
bemerkenswerte Sammlung von Ossuarien mit verschiedenen
Namensinschriften, die mit der Familie von Jesus aus dem Neuen
Testament in Zusammenhang stehen.

Obwohl die Namen im Grab von Talpiot (zu denen „Jesus, Sohn des
Joseph“, „Maria“, „Mariamene“, „Yose“ und weitere gehören) im
Jerusalem des 1. Jahrhunderts sehr geläufig waren, ist eine mit Jesus
assoziierte Namensanhäufung an einem einzigen Ort statistisch gesehen
herausragend und einzigartig im Rahmen der archäologischen Beweise
seines Lebens. Falls noch ein weiterer, mit der Familie des Neuen
Testaments zusammenhängender Name jetzt in Talpiot zugeordnet werden
kann, wird diese Entdeckung zu einem statistischen Schneeballeffekt
führen und schafft nahezu Gewissheit, dass das Grab von Jesus von
Nazareth gefunden wurde.

„Ich denke, dass ich wirklich überzeugende, praktisch
zweifelsfreie Beweise dafür habe, dass sich das Jakobus-Ossuar den
größten Teil seiner Lebensdauer, oder besser gesagt Todesdauer, im
Talpiot-Grab befand“, sagte Shimron der New York Times.

Dr. Shimron, ein Veteran der Geological Survey in Israel mit 25
Jahren Erfahrung, glaubt, dass das Talpiot-Grab bei einem Erdbeben im
Jahr 363 A.D. mit einer Schlammschicht aus Rendzina-Boden und -Lehm
überflutet wurde, so dass in dem Raum chemisch gesehen „die Zeit
stehengeblieben ist“. Er erläutert, dass durch das Bodenmaterial ein
einzigartiger geochemischer „Fingerabdruck“ eingebettet worden sei,
den man jetzt – 1.652 Jahre später – zur vergleichenden Analyse
verwenden könne. Shimron hat ca. 100 Abschabe- und Bodenproben aus
Ossuarien getestet, die ihm die israelische Altertumsbehörde (Israel
Antiquities Authority) aus 15 Gräbern im gesamten Bereich Jerusalem
zur Verfügung gestellt hat, darunter auch das Talpiot-Grab. (Im
ersten Jahrhundert bewahrten manche wohlhabende Familien die Gebeine
von verstorbenen Familienmitgliedern in Gräbern, die aus dem weichen
Kalkgestein um Jerusalem herum herausgemeißelt wurden.)

Im vergangenen Monat erhielt Shimron Zugang vom Eigentümer Oded
Golan, um das Jakobus-Ossuar zu untersuchen, und so konnte er seine
siebenjährigen Studien abschließen. Seine Feststellungen waren
beeindruckend: von den 100 untersuchten Proben hatten nur die neun
vom Talpiot-Grab und die vom Jakobus-Ossuar zueinander passende
geochemische Profile, zu denen Magnesium, Silizium und Eisen
gehörten. Eine Probe, die aus einem lediglich 60 Meter vom
Talpiot-Grab entfernten Grab stammte, wies ein deutlich anderes
Profil auf.

Shimrons Ergebnisse bestätigen auf schlüssige Weise eine 2006
veranlasste geochemische Untersuchung der Ossuarien-Patina, die der
Journalist Simcha Jacobovici und der renommierte Filmemacher James
Cameron durchführen ließen und in den von James Cameron produzierten
Dokumentarfilm „Das Jesus-Grab“ aus dem Jahr 2007 integrierten. Auf
der Grundlage der Namensinschriften auf den Ossuarien zusammen mit
den unterstützenden Nachweisen von Wissenschaftlern und den
Evangelien selbst wird im Film die Schlussfolgerung gezogen, dass es
sich bei dem von den israelischen Behörden weitgehend unbeachteten
Talpiot-Grab um das Grab von Jesus und seiner Familie handelt.

Golan, ein Sammler von Artefakten, entfachte eine Debatte über die
Ursprünge und Authentizität des Jakobus-Ossuars und brachte es
erstmals im Jahr 2002 in den Fokus der Öffentlichkeit. 2004 wurde
Golan verhaftet und beschuldigt, den letzten Teil der Inschrift auf
dem Ossuar: „Bruder von Jesus.“ gefälscht zu haben. Nach jahrelangen
Rechtsstreitigkeiten wurde Golan von einem Jerusalemer Bezirksrichter
im Jahr 2012 für unschuldig befunden und das Ossuar ging wieder in
seinen Besitz über, nachdem Professor Wolfgang Krumbein, ein
internationaler Experte für antike Patina, bezeugte, dass die gesamte
Inschrift authentisch sei. Es bleibt lediglich unklar, wie das
Jakobus-Ossuar in den Besitz von Golan gekommen ist. Wenn die
Shimron-Studie korrekt ist, dann wurde das Ossuar zu einem
unbekannten Zeitpunkt aus dem Talpiot-Grab herausgenommen – entweder
in der jüngeren Geschichte oder im Altertum – und landete schließlich
in Golans persönlicher Sammlung.

Experten sagen, dass die Häufung von Namen aus dem Neuen Testament
im Talpiot-Grab zu außergewöhnlich sei, um ein willkürliches
Vorkommen oder reiner Zufall zu sein. 2007 zog Andrey Feuerverger,
Professor für Statistik an der University of Toronto, nach
umfangreichen Analysen in Bezug auf das Auftreten von Namen im alten
Jerusalem das Fazit, dass die Chancen einer solchen Namenshäufung –
trotz der Geläufigkeit der einzelnen Namen – höchst unwahrscheinlich
seien, es sei denn, sie repräsentieren die Familie von Jesus von
Nazareth. Der Film fasst zusammen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass
es sich nicht um das Grab von Jesus von Nazareth handelt, nur bei
eins zu 600 liege. In anderen Worten ausgedrückt, es besteht eine
über 99-prozentige Wahrscheinlichkeit zugunsten der Annahme, dass es
das Grab von Jesus aus dem Neuen Testament ist. Durch die neuen
forensischen Erkenntnisse, die eine Verbindung zwischen dem
Jakobus-Ossuar und dem Talpiot-Grab aufzeigen, steigt die
Wahrscheinlichkeit jetzt auf astronomische Höhen, dass es sich
tatsächlich um das Grab des historischen Jesus von Nazareth handelt.

Falls Shimron bewiesen hat, dass das Jakobus-Ossuar aus dem
Talpiot-Grab kam, „können die Nachweise nicht länger ignoriert
werden“, stellt Jacobovici fest. „Die Archäologie, die Epigraphik,
die Statistik und nunmehr die handfeste chemische Beweisführung
vermitteln alle das gleiche Bild. Dies ist wohl der wichtigste
archäologische Fund aller Zeiten.“

Kontakt: Nicole Austin naustin@apltd.ca[mailto:naustin@apltd.ca],
+1-416-504-6662

Quelle: Associated Producers http://www.apltd.ca
[http://www.apltd.ca/]

veröffentlicht von am 15. Apr 2015. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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