netzwerk recherche feiert 10-jähriges Bestehen – Otto Brenner Preis prämiert zum 7. Mal Journalismus mit Qualität und Substanz – Preisgeld in Höhe von insgesamt 45.000 Euro ausgelobt





Heute vor zehn Jahren wurde die
Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.V. gegründet.
nr-Vorsitzender Thomas Leif blickt aus diesem Anlass zurück auf die
Gründungstage und die ersten zehn Vereinsjahre. Sein Text erscheint
im neuen Online-Magazin „Muckraker“: www.netzwerkrecherche.de/mag

Gefeiert wird das Jubiläum bei der nr-Jahreskonferenz am 1./2.
Juli in Hamburg. Die Anmeldung zur Tagung ist bereits möglich unter
http://jahreskonferenz.netzwerkrecherche.de

Weitere nr-Veranstaltungen:

– 5. Mai, 19 Uhr, Mediendisput Berlin in der Landesvertretung
Rheinland-Pfalz, Thema: Der Sportjournalismus und das Diktat der
Rechte-Besitzer. Nähere Informationen in Kürze unter
www.netzwerkrecherche.de
– 28./29. Mai, Hamburg, nr-Fachkonferenz „Recherche reloaded – was
Journalisten von anderen Rechercheberufen lernen können“ in
Kooperation mit dem Henri Nannen Preis. Informationen unter
http://reloaded.netzwerkrecherche.de

Zu den Aktivitäten des Vereins zählt die Vergabe von
Recherche-Stipendien, deren Bewerbungszeitraum heute beginnt. Details
dazu enthält die folgende Mitteilung der Otto Brenner Stiftung:

„Kritischer Journalismus – Gründliche Recherche statt bestellter
Wahrheiten“ unter diesem Motto vergibt die Otto Brenner Stiftung
(OBS) auch 2011 wieder fünf Preise und drei Recherche-Stipendien für
junge Talente im Journalismus. Mit Preisgeldern von insgesamt 45.000
Euro gehört der Journalistenpreis der OBS zu den höchst dotierten
Journalistenpreisen in Deutschland. Sowohl 2008 und 2009 als auch
2010 wurden jeweils über 500 Bewerbungen eingereicht.

Ziel des Wettbewerbs ist es, gesellschaftlich relevante aber
vernachlässigte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.
Der Otto Brenner Preis soll Journalistinnen und Journalisten
ermutigen, unbequeme Fragen aufzugreifen und Missstände in Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft klar zu benennen. Anliegen des
Wettbewerbs ist die Prämierung von Beiträgen, die sich vom breiten
Meinungsstrom der Berichterstattung durch eine eigenständige und vor
allem gründliche Rechercheleistung absetzen und in Sprache, Stil und
Darstellungsweise überzeugen.

Der Preis für kritischen Journalismus orientiert sich am
politischen Vermächtnis des langjährigen IG Metall-Vorsitzenden Otto
Brenner, der Zivilcourage zum Maßstab seines Handelns machte. Den
„aufrechten“ Gang forderte er auch von anderen ein. „Nicht Ruhe und
Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht,
sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“. (Otto Brenner
1968)

Eine unabhängige Jury prämiert drei intensiv recherchierte und
anspruchsvolle Beiträge (1.-3. Preis, 10.000, 5.000 und 3.000 Euro).
Hinzu kommt ein mit 2.000 Euro dotierter Newcomer- bzw.
Medienprojekt-Preis.

Der Brenner Preis „Spezial“ zeichnet die beste Analyse
(Leitartikel, Kommentar, Essay) mit 10.000 Euro aus und soll dazu
beitragen, dem Trend zum „Kikeriki-Journalismus“ (Heribert Prantl)
und der unkritischen Übernahme einer Mehrheitsmeinung
entgegenzuwirken. Der Preis soll den Mut zur klaren, pointierten und
sorgfältig begründeten Meinung stärken. „Demokratie braucht Vielfalt,
gerade in den kommentierenden Darstellungsformen. Der Preis will
daher Texte prämieren, die Aufklärung fördern, die anregen und
aufregen“, so das Motiv der Jury.

Drei Recherchestipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro sollen
jungen Nachwuchsjournalisten ermöglichen, wichtige Themen
aufzugreifen und über einen längeren Zeitraum zu recherchieren. Die
Stipendien werden in Zusammenarbeit mit der Journalistenvereinigung
„netzwerk recherche“ (nr) vergeben und von erfahrenen Redakteuren
betreut.

Teilnehmen und vorgeschlagen werden können ab sofort alle
Journalistinnen und Journalisten mit Beiträgen aus Print, Hörfunk,
Fernsehen und dem Internet. Einsendeschluss ist Montag, 15. August.
Die Sitzung der Jury findet am 28. September statt.

Jurymitglieder sind Sonia Seymour Mikich (Monitor), Prof. Dr.
Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Harald Schumann (Der
Tagesspiegel), Prof. Dr. Volker Lilienthal (Rudolf Augstein
Stiftungsprofessur für „Praxis des Qualitätsjournalismus“), Prof. Dr.
Thomas Leif (netzwerk recherche) und Berthold Huber
(Verwaltungsratsvorsitzender der Otto Brenner Stiftung).

Die Preisverleihung findet am 22. November 2011 in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Otto Brenner Preis und alle notwendigen
Unterlagen zur Bewerbung finden Sie im Internet unter
www.otto-brenner-preis.de

Dort kann auch das „Best of 2010“ bestellt werden. Das Buch
präsentiert u.a. die prämierten Beiträge von Carolin Emcke (1.
Preis), Christoph Lütgert mit NDR-Team „Panorama – Die Reporter“ (2.
Preis) und Willi Winkler („Spezial-Preis“). Die Laudationen der
Jury-Mitglieder auf die Preisträger und die Festrede von Franziska
Augstein (Süddeutsche Zeitung) runden das „Best of“ zusammen mit
weiteren medienkritischen Beiträgen, u.a. von Tom Schimmeck, Thomas
Leif und Heribert Prantl, ab.

Einsendeschluss der diesjährigen Ausschreibung ist Montag, 15.
August 2011.

Mitte April legt die Otto Brenner Stiftung eine neue Studie über
die „Bild“-Zeitung vor. Ab 6. April Infos unter: www.bild-studie.de

Pressekontakt:
Otto Brenner Stiftung
Wilhelm-Leuschner-Str. 79
60329 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 6693-2576
Fax: (069) 6693-2786
Internet: www.otto-brenner-preis.de

netzwerk recherche
Stubbenhuk 10, 5. OG
20459 Hamburg
Tel.: (040) 368078-53
Fax: (040) 368078-54
E-Mail: info@netzwerkrecherche.de
Internet: www.netzwerkrecherche.de

veröffentlicht von am 1. Apr 2011. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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