NDR Rundfunkrat befasst sich mit Gleichstellung im NDR





Gleichstellung und Diversity im NDR sowie die
Darstellung von Frauen und Männern im Fernsehen: Diese zentralen
Themen standen am Freitag, 23. März, auf der Tagesordnung des NDR
Rundfunkrats, der in Hamburg zusammentrat.

Nicole Schmutte, Leiterin des Bereichs Gleichstellung und
Diversity im NDR, konnte Erfreuliches berichten: Der Frauenanteil in
Führungspositionen liege nun bei 38 Prozent. Das entspreche einem
Plus von 10 Prozentpunkten in den vergangenen fünf Jahren – damit
stehe der NDR gut da. Das Ziel sei aber die Parität von Frauen und
Männern in allen Berufsgruppen. Um das zu erreichen, gebe es
entsprechend der Dienstvereinbarung zur beruflichen Gleichstellung
zahlreiche Maßnahmen: So wurden Bewerbungsgespräche für Positionen,
in denen Frauen oder auch Männer unterrepräsentiert sind, von den
Gleichstellungsbeauftragten begleitet. Seit 2017 gibt es
Zielvereinbarungsgespräche auf Geschäftsführungsebene, um den höheren
Frauenanteil in Führung und den Weg dorthin klar zu definieren. Für
die Vereinbarung von Beruf und Familie bietet der NDR u. a.
Eltern-Kind-Büros und Notbetreuungen für Kinder an und arbeitet mit
einem Familienservice zusammen.

Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für
Medienforschung der Universität Rostock, stellte in der Sitzung dem
NDR Rundfunkrat die unter ihrer Leitung entstandene Studie
„Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und
Fernsehen in Deutschland“ vor. Die Studie, initiiert von
Schauspielerin Maria Furtwängler, war u. a. durch die ARD Degeto für
die ARD beauftragt worden. Die Hauptergebnisse: Frauen seien im
Fernsehen und im Kino deutlich unterrepräsentiert. Wenn Frauen
vorkämen, dann meist als junge Frauen. Ab einem Alter von Mitte 30
kämen auf eine Frau zwei Männer, ab 50 Jahren drei Männer. Die Welt
werde überwiegend von Männern erklärt: Sie seien Experten,
Gameshow-Moderatoren, Journalisten und Sprecher.

Dr. Günter Hörmann, Vorsitzender des NDR Rundfunkrats: „Die
Gleichstellung aller Geschlechter ist nach wie vor ein drängendes
Thema unserer Gesellschaft. Der NDR arbeitet zielstrebig daran, den
Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Damit ist er auf einem
guten Weg. Dem Ungleichgewicht im Fernsehen, das auch die Studie der
Uni Rostock aufzeigt, wollen die Redaktionen begegnen, indem sie
kontinuierlich u. a. Regisseurinnen fördern und vermehrt auf
Expertinnen setzen. Der Rundfunkrat kann all diese Maßnahmen nur
unterstützen – sie sind ein wichtiger Schritt hin zu einer wirklich
offenen und gleichberechtigten Gesellschaft.“

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf „Wer weiß denn sowas?“ mit
Kai Pflaume, Elton und Bernhard Hoëcker: Der NDR Rundfunkrat stimmte
einer Fortsetzung des erfolgreichen Quiz– zu. Die neuen Folgen, deren
Erstausstrahlung im Vorabendprogramm des Ersten zu sehen ist, werden
von der Degeto für die ARD beauftragt. Die Verträge für die nunmehr
fünfte Staffel umfassen die Produktion von 165 Folgen à 45 Minuten.
Die redaktionelle Federführung für „Wer weiß denn sowas?“ liegt beim
NDR. Produzent ist die UFA Show & Factual GmbH, Köln.

Zudem beschäftigte sich der Rundfunkrat mit 22 Programmbeschwerden
von Zuschauern und Hörern. Diese waren zuvor im Rechts- und
Eingabenausschuss beziehungsweise im Programmausschuss behandelt
worden. Der Rundfunkrat sah die staatsvertraglich festgelegten
Programmgrundsätze in keinem Fall verletzt und wies die Beschwerden
ab.

23. März 2018

Pressekontakt:
NDR Norddeutscher Rundfunk
NDR Presse und Information
presse@ndr.de
http://www.ndr.de

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 23. Mrz 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de