„Nachtcafé: Wiedersehen macht Freude“ (FOTO)





Unerwartete Begegnungen mit früheren Schulfreunden können große
Freude bereiten – ebenso wie Treffen mit Familienmitgliedern, die
weit entfernt wohnen. Besonders schön können unverhoffte Wiedersehen
sein, wenn Liebe im Spiel ist. Beispielsweise wenn sich nach vielen
Jahren das magische Kribbeln zur einstigen Jugendliebe wieder
einstellt und ein Paar beschließt, seiner Liebe eine zweite Chance zu
geben. Tragisch ist es hingegen, wenn zum Beispiel Geschwister
bereits im Kindesalter schicksalhaft getrennt wurden. Und manchmal
lässt das erhoffte „Happy End“ auch auf sich warten: Manche Menschen
suchen ihr Leben lang und gehen jedem Hinweis nach, um endlich die
Person wiederzufinden, die sie schmerzlich vermissen. Wie geht man
mit Sehnsucht und Hoffnung um? Wie gelingt es, aus einem Wiedersehen
einen gemeinsamen Neuanfang zu machen? Darüber spricht Michael
Steinbrecher mit seinen Gästen im „Nachtcafé: Wiedersehen macht
Freude“ am Freitag, 13. September, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Norman Wolf fand seinen Vater durch einen Internetaufruf wieder
Als Norman Wolf elf Jahre alt war, verlor sein Vater seinen Job – und
den Boden unter den Füßen. Das Familienleben zerbrach an
Alkoholproblemen. Jahrelang gab es für den jungen Mann kein
Lebenszeichen von seinem Vater. „Irgendwann habe ich für mich
gedacht: Ich glaube nicht, dass er noch lebt.“ Doch vor zwei Jahren
erfuhr Norman Wolf, dass sein Vater als Obdachloser in Hamburg lebt
und begann, mit einem großen Internetaufruf nach ihm zu suchen.

Folker Schehlmann suchte 52 Jahre lang seinen verschwundenen
Bruder Mehr als ein halbes Jahrhundert dauerte es, bis Folker
Schehlmann 2018 endlich ein Lebenszeichen von seinem Bruder Dieter
erhielt: „Das Gefühl, zum ersten Mal wieder mit ihm zu sprechen, war
unbeschreiblich. Ich war wie in Trance.“ 1967 war Dieter in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion verschwunden und hinterließ bei Familie und
Freunden keine Spur. Sämtliche Versuche, etwas über seinen Verbleib
zu erfahren, schlugen fehl. Doch Schehlmann hatte die Hoffnung auf
ein Wiedersehen nie aufgegeben.

Anita Gaertner wünscht sich ein Wiedersehen mit ihrem Sohn
„Warum?“ – Eine Antwort auf diese Frage ist es, die Anita Gaertner
sich sehnlichst von ihrem ältesten Sohn wünscht. Denn seit fast drei
Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu ihm. „Mein Sohn hat mich
ausgeschaltet wie eine Lampe“; so beschreibt sie das Gefühl, das der
Kontaktabbruch in ihr hinterlassen hat. Vor allem die Ungewissheit
ist für die Rentnerin schwer zu ertragen. Und die Angst, dass es
vielleicht nie mehr zu einem Wiedersehen kommen könnte.

Anna-Maria Morchner gab ihrer Jugendliebe nach mehr als 40 Jahren
eine zweite Chance Bereits mit Anfang 20 war Anna-Maria Morchner mit
ihrem Martin liiert. Doch nach drei glücklichen Jahren beendete ihr
Freiheitsdrang das junge Glück. Ohne Erklärung verließ sie ihre große
Liebe. Vergessen konnte sie ihn aber nie. Nach vierzig Jahren konnte
sie sich endlich dazu entschließen, Martin anzurufen, um sich zu
entschuldigen. Aus diesem Telefonat entwickelte sich eine zweite
Chance für die Liebe, die sich für die Freiburgerin sofort vertraut
anfühlte: „Mein Gefühl war: Ich bin wieder zuhause.“

Chris Fritsche und Ronny Stein stellten durch einen Zufall fest,
dass sie Brüder sind Völlig unverhofft kam es zum Wiedersehen
zwischen Chris Fritsche und Ronny Stein. Zwei Jahre lebten die beiden
als Nachbarn im selben Haus und fanden sich gleich sympathisch. Doch
dann fanden sie durch einen Zufall das Unvorstellbare heraus: Sie
sind Brüder. „Wir haben viele Tage und Wochen gebraucht, um überhaupt
zu verstehen, was für ein Glück wir am Ende hatten“, sagen die beiden
Männer, die seitdem eine intensive Geschwisterbeziehung führen.

Angelika Kallwass ist als Psychotherapeutin tätig Die
Psychotherapeutin Angelika Kallwass weiß: „Ob man sich bei einem
Wiedersehen freut, hängt davon ab, wie die gemeinsame Vergangenheit
war.“ Ein Wiedersehen könne auch enttäuschen, wenn der Mensch von
heute nicht mehr derjenige ist, der er einmal war. Teilt man positive
Erinnerungen, so löst das große Freude aus. Manchmal, so Kallwass,
gelingt es dann, aus einem Wiedersehen einen gemeinsamen Neuanfang zu
machen.

„Nachtcafé“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das „Nachtcafé“
ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen
Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher
Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente
und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema
auseinanderzusetzen.

„Nachtcafé: Wiedersehen macht Freude“ am Freitag, 13. September
2019, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Weitere Informationen unter:
http://swr.li/swrnachtcafewiedersehenmachtfreude

Fotos über www.ARD-Foto.de

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 10. Sep 2019. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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