„Nachtcafé: Glück, Pech, Zufall – was bestimmt unser Leben?“ (FOTO)





Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Schauspielerin Hannelore
Hoger, die sich vom Leben beschenkt fühlt / Freitag, 6. April 2018,
22 Uhr, SWR Fernsehen

Es gibt Tage, an denen läuft einfach alles schief – bei manchen
Menschen hat das Unglück dauerhaft Hochkonjunktur. Sie ziehen
Katastrophen, Krankheiten und Unfälle geradezu magisch an. Bei
anderen wiederum zieht sich das Glück wie ein roter Faden durchs
Leben: Sie haben eine liebevolle Kindheit verbracht, später ihren
Traumjob mit tollen Kollegen gefunden, sind kerngesund, umgeben von
einem verlässlichen Freundeskreis und leben in einer glücklichen
Partnerschaft mit fabelhaften Kindern. Handelt es sich um Zufall,
Schicksal oder hat man es selbst in der Hand? Viele Dinge, die als
Glück oder Pech bezeichnet werden, hängen von der inneren Einstellung
ab. Schließlich belegen neue Studien: Glück ist erlernbar und eine
Frage des Trainings. Jammern und Selbstmitleid kommt bei Glückspilzen
deutlich seltener vor als bei Unglücksraben. Pechvögel hingegen
inszenieren laut Studien ihre Lebensdramen oftmals unbewusst selbst.
Liegt in unserem Unterbewusstsein der Schlüssel zum Glück?
Entscheiden unsere Gedanken über Erfolg und Niederlage? Darüber
spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „Nachtcafé: Glück,
Pech, Zufall – was bestimmt unser Leben?“ am Freitag, 6. April, 22
Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Hannelore Hoger fühlt sich vom Leben beschenkt Schon früh segelte
Hannelore Hoger beruflich auf Glückskurs: Bereits in jungen Jahren
stand die Tochter eines Schauspielers auf der Theaterbühne und
arbeitete mit Deutschlands ganz großen Regisseuren. Ein Glücksfall
war ihre Paraderolle als kauzige Kommissarin Bella Block, mit der
sich die gebürtige Hamburgerin in die Herzen der Zuschauer spielte.
In der Liebe allerdings zeigte sich das Leben nicht nur von seiner
strahlenden Seite – und trotzdem sagt sie: „Ich fühle mich vom Leben
beschenkt“.

Mathias Steinhuber und Kathrin Klausner erlebten gleichermaßen
Pech und Glück Mit einem zweiten Leben wurde Mathias Steinhuber
während einer Bergtour in Kalifornien beschenkt. Als er auf dem
Gipfel vom herrlichen Panorama mit dem Handy ein Foto machen wollte,
schlug der Blitz in den Kopf des 32-Jährigen ein. Lebensgefährtin
Kathrin Klausner musste hilflos mit ansehen, wie ihr Freund schwer
verletzt wurde. 40 Millionen Volt entluden sich an seinem Körper –
Steinhuber überlebte schwer verletzt: „Pech und Glück können fast
nicht näher beieinander sein, als es bei mir der Fall war.“

Oliver Intemann landete trotz Millionengewinn im Obdachlosenheim
Auch Oliver Intemann ist genau das passiert, was rein statistisch
fast ausgeschlossen ist: Der Postbeamte knackte den Lotto-Jackpot.
Das Glück war allerdings nur von kurzer Dauer, denn der große
Lottogewinn mündete im Desaster. Trotz Millionengewinn häufte sich
ein Schuldenberg an – und schließlich landete er im Obdachlosenheim.
Erst seit 2017 ist Intemann wieder schuldenfrei und bilanziert:
„Glück zu haben heißt noch lange nicht, glücklich zu sein.“

Walter Nowak erlebt immer wieder Unglück Walter Nowaks Leben stand
von Anfang an unter keinem guten Stern. Hineingeboren in eine
Alkoholiker-Familie kam er früh in ein katholisches Kinderheim.
Dieser Aufenthalt stellte die Weichen für sein späteres Leben, denn
dort war seine Kindheit nicht nur geprägt von Schlägen – dort wurde
er auch jahrelang von einem Pater sexuell missbraucht. Auch später
reihte sich ein Schicksalsschlag an den anderen – bis heute: „Ich
stand nie auf der Sonnenseite und ziehe wohl das Unglück förmlich
an“, so der 62-Jährige.

Annette Hohberg startete nach einer Pechserie neu Im Leben von
Annette Hohberg lief es jahrelang nach Plan. Die Autorin war
glücklich verheiratet, erfolgreich im Job und gesundheitlich fit. Bis
von einem Tag auf den anderen eine Pechserie begann, die sie an den
Rand ihrer Kräfte brachte. Von Kündigungen über Krankheiten und
Todesfälle gab es nichts, was ihr erspart blieb. Am Tiefpunkt ihres
Lebens angekommen, wagte sie in der Ferne einen kompletten Neuanfang:
„Seitdem hat mein Leben wieder eine positive Wendung genommen.“

Dr. Hans-Otto Thomashoff forscht als Psychotherapeut zum Thema
Glück Können wir anhaltende Pechsträhnen durchbrechen? Welchen
Einfluss haben wir auf unser Glück? Gibt es vielleicht sogar ein
Rezept für ein zufriedenes Leben? „Ja, das gibt es“, sagt Dr.
Hans-Otto Thomashoff. Seit Jahren forscht der Psychiater über das
Glück, das er als einen Zustand des kurzen Aufleuchtens bezeichnet.
Viel wichtiger als ein flüchtiger Glücksmoment sei eine innere
Zufriedenheit, die wir aktiv beeinflussen könnten, so der
Psychotherapeut.

„Nachtcafé“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das „Nachtcafé“
ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen
Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher
Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente
und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema
auseinanderzusetzen.

„Nachtcafé: Glück, Pech, Zufall – was bestimmt unser Leben?“ am
Freitag, 6. April 2018, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Fotos über www.ARD-Foto.de

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel. 07221 929 22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 4. Apr 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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