Nachlass von Angelika Schrobsdorff geht nach Israel





Ein großer und bedeutender Teil der Schriftstellerin kehrte im April 2018 nach Jerusalem zurück, an den Ort, an dem sie sich für lange Zeit geborgen fühlte: Schrobsdorff lebte seit 1983 in Jerusalem, bis sie sich entschied 2006 dieses Land wieder zu verlassen. Verbittert über die politische Lage ging sie zurück nach Berlin, an den Ort ihrer Kindheit, aus dem sie 1939 mit ihrer Familie nach Bulgarien ins rettende Exil fliehen musste.
Die National Library of Israel, beherbergt nun Angelika Schrobsdorffs schriftstellerisches Vermächtnis und gibt ihrem Werk eine Heimat, damit es dort der Forschung zur Verfügung steht. Für die deutsch-jüdische Literatur, für die Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wird der Nachlass Schrobsdorffs von historischer Bedeutung sein.
In Berlin, in der deutschen Sprache wollte sie sterben, was ihr auch am 30. Juli 2016 gelang. Am 8. August wurde sie auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beerdigt.

»Auf dich, himmlisches Jerusalem,
auf dass wir in Ewigkeit vereint bleiben«

(Aus der Biografie »Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat« von Rengha Rodewill, be.bra Verlag Berlin, 2017 – ISBN: 978-3898091381

veröffentlicht von am 23. Mai 2018. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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