Mythos Fremdenlegion: ZDFinfo-Dokuüber die Elitetruppe (FOTO)





Warum riskieren Männer aus unterschiedlichsten Staaten für die
französische Fremdenlegion ihr Leben und sind bereit, im Ernstfall zu
töten? Die Dokumentation „Fremdenlegion – Die härteste Elitetruppe
der Welt“, die am Mittwoch, 24. Januar 2018, 20.15 Uhr, in ZDFinfo zu
sehen ist, geht dieser Frage nach.

Die Ausbildung für die Fremdenlegion gilt als extrem – absolute
Disziplin und bedingungsloser Gehorsam sind Grundvoraussetzung.10.000
Bewerber melden sich pro Jahr für diesen militärischen Drill an, nur
jeder Achte wird genommen. Die Eliteeinheit gehört zum französischen
Heer, besteht aber fast ausnahmslos aus Soldaten, die nicht Franzosen
sind. Die Legionäre kommen aus rund 150 verschiedenen Nationen,
erhalten häufig eine neue Identität und können mit ihrer
Vergangenheit abschließen. Egal aus welchem Land, welcher Religion
oder welcher sozialen Schicht – alle werden auf moderne Kriegsführung
getrimmt und haben nur noch ein Ziel: den Kampfeinsatz.

Im 19. Jahrhundert stellte ausgerechnet der „deutsche Erbfeind“
den größten Anteil der Fremdenlegionäre – einige Jahre lang kamen
sogar über die Hälfte der Legionäre aus deutschen Ländern. Und auch
heute entscheiden sich immer wieder Deutsche, zur Fremdenlegion zu
gehen. Die Filmemacher treffen Deutsche, die auf verschiedenen
Karrierestufen in der Fremdenlegion aktiv sind.

In Französisch-Guayana an der Grenze zu Brasilien ist der
42-jährige Gisbert im Auslandseinsatz. Der hochrangige Legionär hat
den Auftrag im Überseedepartement von Frankreich den Weltraumbahnhof
Kourou zu bewachen und die Dschungelkampfschule zu betreiben. Dort
bildet die Legion nicht nur ihre eigenen Soldaten, sondern auch die
Kämpfer von Armeen anderer Staaten aus. In der Dokumentation kommen
unter anderen ehemalige Legionäre zu Wort, die in Vietnam und im
Algerienkrieg gekämpft und getötet haben. Ein weiterer
Gesprächspartner ist Stefan Müller, der der Fremdenlegion 2014 den
Rücken gekehrt hat. Er bereut seine Zeit bei der Legion nicht, selbst
wenn körperliche Strafen für die Kämpfer auch heute noch dazugehören.

Nur sehr selten gewährt die Fremdenlegion so unmittelbare
Einblicke in ihre Abläufe. Das Filmteam hat über ein Jahr auf eine
Drehgenehmigung gewartet und erhielt dann sogar die Möglichkeit, in
der erwähnten Dschungelkampfschule den dortigen Ausbildungsdrill zu
filmen.

ZDFinfo sendet die Dokumentation „Fremdenlegion – Die härteste
Elitetruppe der Welt“ erneut am Dienstag, 30. Januar 2018, 10.30 Uhr
und 2.45 Uhr, sowie am Freitag, 9. Februar 2018, 10.45 Uhr.

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veröffentlicht von am 22. Jan 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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