Moderne in Residency





Antoine Tamestit, Artist in Residence der Saison 2009/10, nimmt mit seiner Bratsche Abschied vom Konzerthaus Berlin. Einmal noch wird er sie in dem nur selten zu hörenden Violakonzert von Sofia Gubaidulina am Gendarmenmarkt zum Erklingen bringen.
»Was die Musik der Gegenwart angeht: Ich bin kein Anhänger einer bestimmten Art zu komponieren«, betont der junge Bratschist. »Im Gegenteil. Ich bin offen für alles, solange es etwas Neues enthält und die Kraft hat, mich zu bewegen.« Diese Kraft findet man in dem außergewöhnlichen Violakonzert von Sofia Gubaidulina. Es ist das Timbre der Bratsche, das die Komponistin, die 1992 von Russland nach Deutschland übersiedelte, beeindruckt. Der erstaunliche Reichtum der Farben, die enorme Bandbreite von emotionalen Zuständen, die das Instrument zum Ausdruck bringen kann: All das verpackt sie geschickt und mit viel Gefühl in ihrer Komposition. Ein Meisterwerk, das darauf wartet, gehört und entdeckt zu werden.
Eine 9. Sinfonie ist immer ein wenig mehr als nur ein großes, mehrstimmiges Orchesterwerk. Keine Sinfonie ist in der Musikgeschichte mit solch einem besonderen Mythos behaftet. Auch Gustav Mahlers Neunte findet ihren ganz besonderen Platz zwischen den zahlreichen sinfonischen Werken:
Sie stellt eine Synthese aller sinfonischen Möglichkeiten dar. Für Alban Berg war Mahlers letzte vollendete Sinfonie der »Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, im Frieden auf ihr zu leben (…), die Natur noch auszugenießen bis in ihre tiefsten Tiefen – bevor der Tod kommt.«

veröffentlicht von am 17. Jun 2010. gespeichert unter Musik, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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