Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur aktuellen Pisa-Studie, Autorin: Louisa Knobloch





In nahezu jeder Stellenausschreibung wird
heutzutage vom Bewerber Teamfähigkeit verlangt. Da erscheint die
aktuelle Auswertung der PISA-Studie sehr erfreulich: Beim
Problemlösen in der Gruppe liegen deutsche Schüler deutlich über dem
OECD-Durchschnitt. Sieht man genauer hin, gibt es aber durchaus
Anlass für Kritik. Zum einen sind die Unterschiede zwischen besonders
starken und besonders schwachen Schülern in Deutschland größer als im
Durchschnitt der teilnehmenden Länder. Das zeugt von einer
Ungleichheit im deutschen Schulsystem, die bereits in früheren
Studien bemängelt wurde, an der sich aber bisher nichts geändert hat.
Zum anderen legt PISA mehr Wert auf alltagspraktische Fertigkeiten
als auf ein breites Allgemeinwissen. Wenn PISA-Chefkoordinator
Andreas Schleicher leichthin sagt, sogenanntes “Abfragewissen” könne
man ja googeln, dann übersieht er dabei Folgendes: Nur, wer über eine
solide Allgemeinbildung verfügt, kann auch Aufgabenstellungen
durchdringen und sinnvolle Lösungen erarbeiten – allein oder in der
Gruppe ist dann egal.

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veröffentlicht von am 21. Nov 2017. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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