Mittelbayerische Zeitung: “Ein Armutszeugnis”, Kommentar von Katia Meyer-Tien zu “15 Jahre Master Settlement Agreement”





Man stelle sich einmal vor, eine Firma
entwickelte heute ein Bonbon, das extrem schnell süchtig macht und
jährlich in Deutschland 100 000 Menschen tötet, darunter 3300
Menschen, die das Bonbon gar nicht selbst gegessen haben, sondern nur
zufällig im gleichen Raum waren wie ein Bonbonesser. Unvorstellbar?
Würde sofort verboten werden? Den Tabakkonzernen ist es gelungen,
genau so ein Produkt weltweit zu etablieren. Und sie haben es
zusätzlich geschafft, ihr tödliches Produkt mit so positiven
Begriffen wie Freiheit und Selbstbestimmung zu verknüpfen, dass sie
selbst heute, wo jeder um die Giftigkeit ihrer Ware weiß, Milliarden
damit verdienen können. Menschen fühlen sich frei, weil sie Geld für
ein Produkt bezahlen dürfen, das sie umbringt: Ein gigantischer
Marketingerfolg. Und ein unfassbares Armutszeugnis für unsere
Politik, die sich bis heute so schwertut, diesem Geschäft mit dem Tod
etwas entgegenzusetzen.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

veröffentlicht von am 21. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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