Mit der Kraft des Schreibens die Quelle entdecken





Seit Urzeiten erza?hlt man sich Geschichten. Wer sein Leben in Symbole u?bertra?gt, beru?hrt einen tiefen seelischen Raum. „Schreiben ist das ideale Fahrzeug, um sich selbst kennenzulernen“, sagt die Autorin Anna Platsch – mehr als das: Wer schreibt, distanziert sich von seinem Ich und all dem, was es erlitten und erreicht hat. Leert seine Erwartungen, bis das Geschriebene aus einer aufgeweckten, stillen Seele heraus zu atmen beginnt: „Schreiben als Weg“ ist eine Entdeckungsreise zum innersten Kern des Menschen.

„Wenn zu viele Vorstellungsschleier u?ber unserem natu?rlichen Ausdruck lasten und unsere zutiefst eigene Sprache verklemmen, dann ist der Zugang zur Quelle versperrt“, sagt Anna Platsch. In ihrem neuen Buch geht es nicht nur darum, eine eigene Sprache zu entwickeln. Wer schreibt, der sto?ßt zwangsla?ufig auf Ungleichgewichte der eigenen Biographie – und kann mit einem sanften Impuls die Verstrickungen lo?sen, damit die Psyche endlich im heutigen Leben ankommen kann. Doch die Reise geht noch weiter. Das Wort la?sst die Essenz des Menschseins schmecken: freundlich, fließend, furchtlos – und frei.

Mit ihrem Reisefu?hrer durch die Welt des Wortes verbindet Platsch die Vision einer neuen Sprache, die jeden an den unnennbaren Ozean aller Mo?glichkeiten anschließt. „Wir na?hern uns dem, was wir schon immer waren. Die Poesie lo?st unsere inneren Bilder aus den festen Ankettungen und wandelt sie in den
freien Flug eines Falken“, sagt Platsch. Der Blick wird wieder offen fu?r das Hinter-den-Dingen-Liegende, fu?r ungewo?hnliche, erfrischende, verspielte Verknu?pfungen. Das illustrieren Texte, die Teilnehmer ihrer Schreibwerksta?tten verfasst haben – und Platschs Impressionen einer Assisi- Reise, die das Buch durchziehen.

Die U?bungen in „Schreiben als Weg“ sensibilisieren fu?r den Punkt der meisten Energie im Ideenwust, laden ein, den Zensor auf ein Nebenblatt zu packen. Und entschleunigen das Denken, so dass immer mehr Zwischenra?ume entstehen, gespeist von der inneren Quelle. U?berarbeitung vom Text wird nicht mehr als die Suche nach Fehlern verstanden, sondern als die dynamische Anna?herung an das Vollkommene. Mit der Schreibpraxis wa?chst auch das Vertrauen in die Kraft der „poetic justice“ – im Schreiben sind wir scho?pferisch und mu?ssen uns keine Grenzen auferlegen.

So ist „Schreiben als Weg“ weitaus mehr als eine facettenreiche Einfu?hrung ins Kreative Schreiben. Anna Platsch zeigt eindrucksvoll, dass es sich beim Schreiben um eine universelle Kunst handelt: „Bilder der Wahrhaftigkeit entwerfen, sich in die Unendlichkeit ausdehnen, die Musik der Welt spielen – frei vom Geschmack des trockenen Intellekts, kann sich eine vibrierende Intelligenz entwickeln.“ Eindru?cklich pla?diert Platsch in Anlehnung an integrale Ideen fu?r eine neue Kultur, die zu einem beherzten, authentischen Selbstausdruck eines jeden Einzelnen gefunden hat. So ist „Schreiben als Weg“ in Zeiten der Anonymita?t und Reizu?berflutung eine u?berzeugende Vision fu?r einen starken kreativen Ausdruck und ein neues Miteinander .

veröffentlicht von am 29. Jul 2011. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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