Ministerin Löhrmann: –Gemeinschaftsschule ist für kleinere Gemeinden attraktives Angebot–





Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus „U15-Kommunen“, das sind Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, haben Schulministerin Sylvia Löhrmann heute in Düsseldorf eine Resolution zur Sicherung des Schulangebots der Sekundarstufe I übergeben. Darin wird das Land aufgefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die kleineren Gemeinden in Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft noch ein attraktives weiterführendes Schulangebot vorhalten können.

Bei der Übergabe der Resolution erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Wir wollen, dass die Schule im Dorf bleibt, deshalb ist mir das Anliegen der kleinen Gemeinden sehr wichtig. Denn der Erhalt eines wohnortnahen umfassenden Schulangebots ist für diese kleineren Gemeinden eine große Herausforderung. Dies gilt vor allem mit Blick auf die Prognosen, nach denen bereits im Schuljahr 2020 einFünftel weniger Schülerinnen und Schüler die Sekundarstufe I besuchen werden. Die Gemeinschaftsschule ist eine Antwort auf diese Herausforderung.“ Durch die Zusammenführung bestehender Schulen bietet die Gemeinschaftsschule den Kommunen die Möglichkeit,Schulschließungen zu verhindern und ein umfassendes weiterführendes Schulangebot zu erhalten.

Löhrmann: „Die Gemeinschaftsschule ist aber noch aus einem zweiten Grund ein attraktives Angebot: Viele Eltern wollen ihreKinder heute auf einer weiterführenden Schule anmelden, die einen bruchlosen Weg zum Abitur ermöglicht. Auf der Gemeinschaftsschule ist das möglich, denn sie bietet auch gymnasiale Standards an. Damit halten wir Bildungswege länger offen, und wir können mehr Schülerinnen und Schüler zu besseren Abschlüssen führen.“

In Nordrhein-Westfalen gibt es 129 Kommunen mit weniger als 15.000 Einwohnern. 68 dieser U15-Kommunen haben die gemeinsame Resolution zur Sicherung der Sekundarstufe I unterzeichnet. 22 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben die Resolution heute im Schulministerium übergeben.

Im September 2010 hatte Schulministerin Sylvia Löhrmann den Startschuss für die NRW-Gemeinschaftsschule gegeben. Im Rahmen eines Modellvorhabens nach § 25 Schulgesetz kann ab dem Schuljahr 2011/12 erprobt werden, wie durch längeres gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe I die Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit des Schulwesens erhöht werden kann und mehr Kinder zu besseren Abschlüssen geführt werden können. Außerdem soll erprobt werden, wie im Hinblick auf die demografische Entwicklung weiterhin ein umfassendes wohnortnahes Schulangebot gesichert werden kann. Interessierte Schulträger können sich bis Ende des Jahres 2010 bewerben. Die Bewerbung setzt ein gutes pädagogisches Konzept und ein umfassendes Beteiligungsverfahren vor Ort voraus, um den größtmöglichen regionalen Konsens zu sichern.

http://www.schulministerium.nrw.de

veröffentlicht von am 4. Nov 2010. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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